Abgetrennte Wohneinheiten: Auf Zuwachs ausgerichtet
Sobald die Kinder flügge sind, wird manchem das Haus zu groß – man könnte Wohnfläche abgeben. Auf diese Weise könnten separate Wohneinheiten entstehen, die entweder dem Nachwuchs einen Unterschlupf mit echter Privatsphäre bieten oder durch Mieteinnahmen das Einkommen erhöhen.
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Zugegeben, es ist schwierig sich vorzustellen, wie im bisherigen Einfamilienhaus zwei oder gar drei Haushalte Platz finden könnten. Der Zuschnitt der Räume ist so vertraut, hat sich im Kopf so „einzementiert“, dass häufig die Vorstellung fehlt, wie dies zu erreichen wäre.
Perspektiven finden
Foto: Velux
Außenstehende haben da mehr Distanz. Eine gute Adresse ist ein umbauerfahrener Architekt. Er geht die Sache objektiv und versiert an und erkennt Möglichkeiten, auf die der Hausbesitzer gar nicht kommt. Den Fachmann braucht man sowieso.
Sobald Umbauten ein gewisses Ausmaß überschreiten, wovon man bei der Trennung von Wohneinheiten ausgehen kann, wird eine Baugehmigung notwendig.
Der Architekt reicht die Unterlagen beim Baurechtsamt ein, kümmert sich um den Statiker und holt die nötigen Fachingenieure an den Tisch. Ein guter Architekt verfügt zudem über genügend kreatives Potenzial, mit dem er einen konventionellen Umbau originell aufpeppen kann. Es lohnt sich also, Referenzen einzuholen, denn mit einem kompetenten Fachmann an der Seite eröffnen sich für aufgeschlossene Bauherren erstaunliche Perspektiven.
Foto: Kneer-Südfenster/Christoph
Zunächst stellen sich grundlegende Fragen. Sollen auf jedem Stockwerk etwa gleich große Wohnungen entstehen? Oder ist es sinnvoller, im Erdgeschoss eine kleinere Einheit auf einer Ebene zu planen, um dann den ersten Stock über eine interne Geschosstreppe mit dem Dachgeschoss zu verbinden?
Dadurch entstünde eine Art Maisonettewohnung mit ausreichend Raum für eine junge Familie. Auch eine Ausdehnung des ersten Stockwerks beispielsweise über das Flachdach einer angrenzenden Garage könnte der Erweiterung dienen.
Andererseits könnte das Dachgeschoss alternativ zu einer weiteren, kleineren Einliegerwohnung werden. Oft eignet sich außerdem das Kellergeschoss für eine Einliegerwohnung, sei es als Einzimmerapartment, sei es als veritable kleine Wohnung mit Küche, Bad, Wohnbereich und Schlafzimmer. Oder man schlägt einen Teil des Kellers der Erdgeschosswohnung zu und bringt das Schlaf- oder Arbeitszimmer dort unter. Auch dann entsteht ein „Hausgefühl“, da sich die Wohnung über zwei Stockwerke erstreckt.
Vor allem Häuser in Hanglage sind dafür geeignet. Sofern sich getrennte Hauseingänge für jede Wohnung und bei gemeinsamer Gartennutzung „private“ Aufenthaltsbereiche realisieren lassen, ist das der beste Grundstein für ein zukünftiges harmonisches Miteinander.