Elektroosmoseverfahren
Elektroosmoseverfahren wird am besten als
Komplettabdichtung für das gesamte Mauerwerk angewendet.
Es basiert auf den folgeneden Erkenntnissen: Das natürliche
elektrische Feld ist im Mauerwerk negativ und im Erdreich positiv.
Beim Elektroosmoseverfahren wird dieses elektrische Feld durch
das Anbringen einer Spannung umgekehrt. Es entsteht künstliches
elektrisches Feld. Dieses bewirkt eine Umkehrung der
Fließrichtung des Wassers. Dauerhaft angelegt verhindert es
die Durchfeuchtung des Mauerwerks.
Das Wasser bewegt sich vom positiven zum
negativen Pol. Beim natürlichen elektrischen Feld ist das eine
Fließrichtung vom Erdreich ins Mauerwerk.
Grafik: Wilhelm
Katode
und Anode
Die einzelnen Arbeitsschritte sollten von
einem Fachmann ausgeführt werden: Zunächst stellt er eine Schadensanalyse
und lokalisiert die feuchten Mauerteile sowie die vermeintlich
undichte Stelle. Danach entscheidet er, ob nur eine horizontale
oder auch eine vertikale Abdichtung
erforderlich ist. An der Stelle, an der die Netzelektroden (Anoden) am Mauerwerk
befestigt werden sollen, entfernt er den schadhaften und versalzenen
Putz. Anschließend bohrt der Spezialmonteur Löcher, die bis in den Boden
reichen
müssen und in denen später die Katoden
Durch das Anbringen einer Spannung wird
ein künstliches elektrisches Feld erzeugt, das die Fließrichtung
des Wassers umkehrt.
Grafik: Wilhelm
verschwinden.
Horizontalsperre: die Löcher werden
unmittelbar an der Kellerwandinnenseite senkrecht durch die
Bodenplatte ins Erdreich gebohrt (um genau unter der feuchten
Wand den negativen Gegenpol zum positiv geladenen Mauerwerk
zu bilden) zusätzliche Vertikalsperre: die
Bohrung erfolgt mit einer Neigung von 30 bis 45 Grad zur Außenseite
des Gebäudes in das Erdreich hinein. Innen werden für die Verbindungsleitungen zwischen Elektroden
und Steuergerät Mauerschlitze
hergestellt. Die Netzelektrode enthält einen Spritzbewurf sowie einen Kontaktputz.
Nachdem diese Montagearbeiten beendet sind, wird nur noch das
Steuergerät angeschlossen, eingeschaltet und eine Feuchtigkeits-
und Potentialmessung sowie eine Funktionsprüfung durchgeführt.