Injektionsverfahren
Zu den modernen Methoden der Mauerwerksabdichtung
gehört das Injektionsverfahren. Bei bei fachmännischer Ausführung
bildet es eine wirksame Horizontalsperre.
Der Nachteil dieser herkömmlichen Injektionssysteme besteht
darin, dass ein zu hoher Wassergehalt des Mauerwerks die Aufnahme
eines Injektionsmittels erschwert.
1) Die Injektionstrichter werden bis zum
Anschlag in die Bohrlöcher gesteckt und die Sanierflüssigkeit
eingefüllt.
Foto: Mem Bauchemie
Austrocknen
durch Aufheizen
Abhilfe schafft in diesem Fall eine Technik,
die zunächst das Aufheizen der durchfeuchteten Wand vorsieht: In Abständen von zehn bis zwölf Zentimetern werden Löcher in das nasse Mauerwerk gebohrt. In die Bohrungen (Durchmesser von etwa 30 Millimetern) werden spezielle Heizstäbe eingeführt. Temperaturen bis zu 200 Grad Celsius werden dabei erreicht. Danach wird die Wand mit erhitzten, flüssigen Paraffin verdichtet. Nachdem das Paraffin abgekühlt ist, bildet sich ein zusammen hängender Sperrgürtel. Diese Sperre liegt nicht exakt horizontal, sondern in einem Winkel von 30 bis 45 Grad - zur Außenseite hin fallend.