Ziegelniedrigenergiehäuser bringen Bauherren handfeste Vorteile.
Mit nur 5 Litern Öl pro m2 Fläche den jährlichen
Heizenergiebedarf erfüllt.
Bereits bei 36,5 oder 30cm dicken monolithischen Ziegelwänden
erreichbar.
Kapillarsystem im Ziegel reguliert selbsttätig Raumluftfeuchte,
bewirkt Behaglichkeit, verhindert Schimmelbildung.
Aktuell
steigende Ölpreise sitzen nicht nur Konzernen und mittelständischen
Produktionsbetrieben im Nacken, sondern auch privaten Hausbesitzern
bzw. Bauherren. Denn nicht erwartete Preiserhöhungen können
das knapp kalkulierte Finanzbudget kurzfristig durcheinander bringen.
Gut dran ist der Bauherr, der ein Niedrigenergiehaus in Ziegelmassivbauweise
sein eigen nennt, betont auch der Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie
e.V., Bonn. Für den Heizenergiebedarf eines solchen Eigenheims
benötige er lediglich rund 5 Liter Heizöl pro Quadratmeter
Nutzfläche und Jahr. Erforderlich seien weder überdimensionierte
Wanddicken, noch Wärmedämm-Pakete. Vielmehr werde dies bereits
mit monolithischen Ziegelwandkonstruktionen in herkömmlicher
Dicke von 36,5 oder 30 cm erreicht, und zwar auch ohne zusätzliche
außen aufgebrachte Dämmung. „Das heißt“,
so Hauptgeschäftsführer Martin Roth, „der kostensparende
Wärmeschutz sitzt quasi von Natur aus im Ziegel und wird mit
ihm direkt in die Wand eingebaut.“
Ausschlaggebend dafür sind speziell angeordnete Lochbilder
und Stege, die bei einer Ziegelrohdichte von 0,7 und 0,6 kg/dm3
schon Lambda-Werte von 0,14 W/mK bewirken. Selbst Ziegel mit Lambda-Werten
von 0,11W/mK und darunter (bei Rohdichte 0,6 kg/dm3) sind längst
auf dem Markt. „Deshalb gilt: Einschalige Ziegelwände
mit homogenem Wandquerschnitt bieten dem Bauherren optimale Voraussetzungen
für behagliches und wirtschaftliches Wohnen. Sie sichern energiesparenden
Wärmeschutz und erfüllen damit die verschärften Forderungen
der neuen Energieeinsparverordnung“, betont der Bundesverband
Ziegelindustrie. - 2 -
Weiterer bauphysikalischer Vorteil: Dank des Wärmespeichervermögens
gewährleisten Ziegelwandkonstruktionen einen Wärmeausgleich
für den Tag-Nacht-Rhythmus sowie für kürzere Witterungsschwankungen
- z.B. im Frühjahr und Herbst. Das feine Kapillarsystem sowie
zusätzliche Hohlräume im Loch- und Leichtziegel schaffen
hierzu ideale Bedingungen. Wärme- und Feuchtigkeitsschwankungen
werden nicht nur gedämpft, sondern im Ziegel gespeichert und
zeitversetzt wieder nach außen oder innen abgegeben. Im Sommer
wird „nächtliche Kühle“ gespeichert und somit
eine Überheizung tagsüber verhindert. Überschusswärme
geht in die Ziegelwände und wird erst wieder abgegeben, wenn
die Lufttemperatur unter die der Wandtemperatur sinkt. Ohne zusätzliche
Dämmung fangen so ein- und zweischalige Ziegelwände die
Temperaturspitzen ab und speichern wie ein Kachelofen den „passiven“
Einstrahlungsgewinn. „Was dank der Sonne am Tag in den Wänden
gespeichert wird, muss am Abend nicht aufgeheizt werden“,
erläutert Martin Roth.
Parallel zum energiesparenden Wärmeschutz zeichnet sich ein
Ziegelhaus durch sympathisches Wohlfühlklima aus. Denn Ziegel
schaffen durch den natürlichen Wärme-Kälte-Ausgleich
aus sich heraus eine Behaglichkeitszone auch bei ansteigender relativer
Raumluftfeuchte. Das bedeutet: einen erheblichen Teil der Luftfeuchtigkeit,
die üblicherweise beim Bewohnen entsteht - in einem 4-Personen-Haushalt
immerhin rund 10 Liter Wasser in Form von Dampf - nimmt die Ziegelwand
auf, um sie nach außen abzuleiten. So verhindert das Kapillarsystem
des Ziegels ein stickiges und ungesundes Raumklima oder gar die
Schimmelbildung in den Wänden. Erreicht wird eine thermisch-hygrische
Behaglichkeit, die zu persönlichem Wohlbefinden, Leistungsvermögen
und Gesundheit beiträgt. Dies gelingt ohne jedwede chemischen
Zusätze oder Dämmstoffe, allein unterstützt durch
die Feuchtepufferung der Ziegelwände. Auch im Innern des Mauerkörpers
aus Ziegeln hat die berüchtigte Kernfeuchte praktisch keine
Chance. Feuchtigkeit, die hineingelangt, geht ganz von allein und
rasch auch wieder heraus. Daraus resultieren kurze Trocknungszeiten
nach dem Bau und damit frühe Bezugsfertigkeit ohne Risiko.
Ein riesiger Vorteil auch bei Hochwasserbelastung.