Die Kunst des Mauerns:
Vom einzelnen Stein bis zum fertigen Mauerwerk
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Die
erste Steinschicht Zuerst werden die Ecken oder die Mauerenden aufgesetzt. Dabei wird der erste Stein präzise - senkrecht wie waagerecht
- aufgesetzt. Hier ist besondere Sorgfalt nötig, weil die erste
Steinschicht Garant dafür ist, dass die Wände senkrecht nach
oben "wachsen" und waagerecht keine Höhenunterschiede entstehen.
Fluchtschnur Nach dem Aufmauern der ersten Schichten an den Ecken (Abtreppung)
spannt man die Fluchtschnur. Sie wird zwischen den lotrecht aufgesetzten Ecken straff genau
in Höhe der aufzumauernden Schicht gespannt. Sie wandert bei jeder aufgemauerten
Schicht mit. Danach mauert man entlang der Fluchtschnur die Zwischenräume
voll.
Wasserwaage und Schichtmeßlatte Wasserwaage
und Schichtmaßlatte sind fortan für die laufende Kontrolle
der senkrechten und waagerechten Fluchten unentbehrlich.
Schalungssteine werden wie "Legosteine" einfach aufeinander
gesteckt und danach mit Transportbeton verfüllt.
Foto: Magu
Fertigteile aus Beton verringern die Bauzeit und helfen, die
Baukosten zu reduzieren.
Foto: Fingerhut-Haus
Mit der Wasserwaage prüft man, ob die Mauersteine mit dem Grundstein
flucht- und waagerecht liegen. Ist die Mauer bereits in die Höhe "gewachsen", legt man die
Wasserwaage auch diagonal auf die Mauerfläche, um zu prüfen,
ob keine Steine überstehen. Notfalls kann man herausragende Steine, die mit Normalmörtel
gesetzt wurden, mit leichten Hammerschlägen
zurechtrücken.
Mauern bis zum letzten Stein Von den Abtreppungen an den Ecken aus wird entlang der Fluchtschnur
weitergemauert, bis die letzte Schicht
gesetzt ist. Danach mauert man wieder zuerst die Ecken auf und spannt abermals
die Fluchtschnur, bis die Wand ihre endgültige Höhe erreicht. Zwischen den Arbeitsgängen ist immer wieder zu kontrollieren. Die Innenseite des Mauerwerks kann, wenn die Wand später verputzt
wird, im Rohzustand belassen werden. Soll die Außenseite der Erdgeschoßmauer nicht verputzt werden,
sollte man schon während des Mauerns die Fugen glätten. Mit einer Fugenkelle streicht man zuerst die frischen Stoßfugen
glatt. Danach glättet man die Lagerfugen, wobei die Fugen leicht nach
innen gerundet werden. Kleinere Mörtelreste kann man anschließend
mit dem Besen oder Pinsel entfernen.