Freistehende Mauern unterhalb der Isolierschicht sowie
Brüstungen erfordern ein Mischungsverhältnis von einem Teil
Zement und drei Teilen Sand sowie Wasser. Zusätzlich kann noch
ein Teil Kalk hinzugegeben werden. Belastete Mauern oberhalb der Isolierschicht, Brüstungen
und Innenschalen bei Hohlmauern erhalten eine Mörtelmischung
aus einem Teil Zement, einem Teil Kalk und sechs Teilen Sand
sowie Wasser. Mörtel für Innenwände besteht
aus einem Teil Zement, zwei Teilen Kalk und neun Teilen Sand
sowie Wasser. Auf
der Baustelle gilt: nie mehr Mörtel anmischen, als man
in einem Arbeitsgang vermauern kann. Bei Trockenmauerwerk entfällt
eine Vermörtelung. Bei diesem Mauerwerk handelt es sich um Mauersteine,
die so plangeschliffen sind, dass eine Mörtel- oder Klebefuge
unnötig ist.
Als
Schutz gegen aufsteigende Nässe im Mauerwerk wird eine Bitumenpappe
verlegt. Vor dem Auslegen der Pappe muss allerdings eine Lage
aus fettem Mörtel aufgebracht werden.
Zuerst werden die Ecken oder die Mauerenden aufgesetzt. Hier
muss präzise gearbeitet werden - nur eine völlig plane erste
Steinschicht
Fotos: KLB
Anlegen
einer Mauer Am einfachsten ist das Anlegen einer
Mauer auf einer ebenen Betonplatte,
die genau die Abmessungen der Mauerfluchten hat. Das Mauern auf einem Streifenfundament
ist etwas komplizierter. Generell sollte man das Schnurgerüst
solange stehen lassen, bis die Mauerecken angelegt sind.
Schutz gegen aufsteigende Feuchtigkeit Bei direkter Verbindung mit feuchtem Boden steigt Nässe
im Mauerwerk auf. Als Schutz dient eine Sperrschicht,
die für alle Wohngebäude vorgeschrieben ist. Dabei handelt es
sich überwiegend um Bitumenpappe,
die man rollenweise in den notwendigen Breiten kaufen kann. Bevor man den Feuchtigkeitsschutz verlegt, wird eine glatte
Lage aus fettem Zementmörtel auf die betreffende Mauerschicht
aufgebracht. Darauf legt man die Bitumenpappe, die wiederum mit einer Mörtelschicht
bedeckt wird.