Hinter Massivbauweise verbirgt sich nicht etwa ein bestimmtes einheitliches Bausystem – zu groß ist dafür die Vielfalt der angebotenen Baumaterialien und Verarbeitungsweisen.
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Foto: Hebel Haus
Früher waren Fertigbau und Massivbau zwei klar getrennte Bereiche. Die Fertigbaufirma fügte ruck, zuck aus Holzrahmen-Elementen das schlüsselfertige Haus zusammen. Im Massivbau mussten die Gewerke von Maurern, Zimmerleuten, Fliesenlegern, Sanitär- und Elektroinstallateuren koordiniert werden.
Fertighäuser waren typisiert, Massivhäuser eher individuell. Eine Grenzziehung, die längst nicht mehr stimmt.
Höchste Zeit
Foto: Kern Haus
Kaum jemand ist heute noch bereit, ein Jahr oder länger auf sein Haus zu warten.
Unternehmen, die aus Überzeugung massiv bauen, bieten oft genug alle Gewerke aus einer Hand an. Die Mauersteine sind größer geworden, Mörtel wird sparsam eingesetzt, dank des Dünnbett-Verfahrens. Oder es wird gleich das Trockenmauer-Verfahren angewendet. Plansteine mit äußerst geringen Maßtoleranzen lassen sich auch von ungeübten Bauherren verarbeiten, die schon beim Rohbau Eigenleistung einbringen wollen. Andererseits sind Fertighäuser mittlerweile längst keine Häuser von der Stange mehr.