Niedrigenergiehaus -
Backstein hält die Sonnenwärme
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Niedrigenergiehäuser stehen hoch im Kurs: Sie schonen die Umwelt und senken die Energiekosten. Mit Backstein als Baumaterial startet das Haus, was die Umweltbilanz angeht, schon im Plus. Denn Backstein wird aus natürlichen Materialien gefertigt und behält seine guten Eigenschaften länger als ein Leben lang bei - ohne Anstrich, ohne Chemikalien. Dazu bringt der traditionsreiche Baustoff alle Voraussetzungen für die zeitgemäße, energieschonende Niedrigenergiebauweise mit. Damit das Niedrigenergiehaus richtig funktioniert, sollten einige Dinge beachtet werden.
Backstein,
seit Jahrhunderten als wind- und wetterfester, robuster Baustoff geschätzt,
bietet sich als ideale Wandkomponente für Niedrigenergiehäuser
an. In der Heizperiode hält der Backstein die Wärme im Haus
und speichert die Sonneneinstrahlung tagsüber als zusätzliche
Energie. Auch im Sommer macht Backstein sich im Niedrigenergiehaus
sehr gut: Die Tageshitze wird im Stein gebunden und nachts an die
kühle Außenluft abgegeben. Im Haus bleibt es dann angenehm
temperiert.
Dieser erwünschte Effekt der zeitversetzten Wärmeaufnahme
und -abgabe wird Phasenverschiebung genannt. Er entsteht, weil zweischalige
Wände mit Backstein ausgezeichnete Dämm- und Speichereigenschaften
aufweisen. Dazu trägt die Materialbeschaffenheit des Backsteins
ebenso bei wie die zweischalige Bauweise mit der wirkungsvollen Luftschicht.
Außerdem ist Backstein der Baustoff mit der geringsten Dauerfeuchte.
Seine Kapillarwirkung zieht dampfförmige Raumfeuchtigkeit nach
außen, schafft ein ausgeglichenes, gesundes Raumklima und steigert
den Wärmedämmeffekt.
Diese vorteilhaften Materialeigenschaften sollten Architektur und
Statik sich nutzbar machen. Sinnvoll gebaute Niedrigenergiehäuser
vermeiden die so genannten Wärmebrücken, die besonders an
Materialübergängen entstehen. Mögliche Wärmebrücken
sind auch Fenster und Türen. Sie effektiv abzudichten ist für
das Raumklima kein Problem, weil der Backstein Luftfeuchtigkeitsunterschiede
ausgleicht. Auf tragende, durch beide Mauerschalen reichende Wärmebrücken
wie Stahlbetonträger sollte und kann man verzichten.
Auch die Architektur trägt zur guten Energiebilanz bei. Viel
Aufmerksamkeit sollte man der Ausrichtung des Hauses und der zweckmäßigen
Gestaltung der Nord- und Südfassade widmen. An erster Stelle
steht die natürliche Energienutzung durch große, nach Süden
ausgerichtete Fensterflächen. Verschattungseinrichtungen über
den großflächigen
Südfenstern helfen, das Sonnenlicht im Sommer und im Winter angenehm
zu nutzen. Die Nordfassade wiederum kann für fensterarme Räume
genutzt und mit der Verwendung verschiedenfarbiger Ziegel aufgelockert
werden.
Nähere Informationen sind kostenlos erhältlich bei der Initiative
Zweischalige Wand - Bauen mit Backstein