Die
Holz-Ständerbauweise
Die heutige Ständerbauweise ist im Gegensatz zum Ständerblockbohlenbau
des späten Mittelalters eine abgespeckte, modifizierte Skelettbauweise
mit stumpfstoßenden Ständer-, Rähm- und Schwellenkanthölzern.
Der Vorfertigungsgrad ist geringer,
die Vorfertigung betrifft in erster Linie das zimmermannsmäßige
Abbinden in Werkstätten oder Zimmereien.
Innerhalb dieser Bauweise finden auch konstruktive
Elemente des modernen Skelettbaus Verwendung - daher
sind weite Abstände der Ständer und damit eine großzügige, offene
Bauweise (für eine Galerie z.B.)
möglich.
Foto: Keitel-Haus
Foto: Huf-Haus
Wandaufbau
Das Endprodukt Wand ist im Aufbau mit den anderen beiden Bauweisen
identisch. Hier wird jedoch noch echte
Handwerksarbeit auf der Baustelle geleistet. In der Reihenfolge: Befestigen der Schwellen, der Ständer, der
Rähme, der Deckenbalken und so weiter, gleicht der Ablauf dem
der Rahmenbauweise. Allerdings ist hier kein Rahmen vorgefertigt,
sondern einzelne Kanthölzer und Balken
werden auf der Baustelle verarbeitet. Ebenso wie beim modernen Skelettbau, der Dickholz- oder Brettbauweise
können die Ständer über die Stockwerksgrenze
hinausgehen. Generell wird von seriösen und qualitätsbewußten Fertighausherstellern
für die tragenden Konstruktionselemente stets Vollholz
aus den Kernen von Baumstämmen verwendet - meist von
Nadelgehölzen.
Rangiert nicht unter den Rippenbauweisen (was von der
Bauart her eigentlich nicht richtig ist).
Wir verweisen auf die fließenden Übergänge
zwischen Ständer- und Rahmenbauweise. Die Fertigbauindustrie hat
auch diese Bauweise in ihrem Programm; allerdings scheinen sich
einige Hersteller in der Zuordnung und Benennung
ihrer Bauweise, aus welchen Gründen auch immer, nicht klar zu sein.