Der
Holzrahmenbau
Der Holzrahmenbau ist dem historischen Fachwerkbau entlehnt,
wurde jedoch schon oft mit holzsparenden Detailkonstruktionen
der nordamerikanischen Leichtbauweise (Timber-Frame-Construction)
kombiniert.
Seit der Bund Deutscher Zimmermeister 1985 mit dem "Konstruktionskatalog
Holzrahmenbau" ein Standardwerk schuf, haben sich bundesweit
Zimmerei- und Holzbauunternehmen auf diesen Holzrahmenbau spezialisiert.
Der Holzfertigbau spricht immer mehr interessierte Kunden an.
Foto: Bien-Zenker
Charkteristik
des Holzrahmenbau
Auch die Fertigbaubranche bietet dieses System an, allerdings
meistens bei den Selbstbau-Häusern.
Die Kunden können hier auch beim Rohbau Eigenleistungen erbringen. Der fertige Wandaufbau ist der gleiche wie jener der Holztafelbauweise. Im Gegensatz zu dieser wird jedoch nur der Holzrahmen vorgefertigt
und nicht beplankt (einige Hersteller beplanken einseitig). Es wird nicht direkt (wie bei der Tafelbauweise) der Rahmen
auf Betonplatte oder Kellerdecke gestellt und verbunden. Bei der Holzrahmenbauweise wird unter den Rahmen ein Schwellbalken
(meist mit Feder) mittels Maueranker befestigt. Das gleiche gilt für den oberen Abschluß
mit dem "Rähm".
Kostengünstige Planung und Fertigung
Erreicht wird dies durch: standardisierte Querschnitte der Rahmenhölzer, große,
auch über mehrere Geschosse (balloon framing) verlaufende Plattenmaße das übliche Rastermaß von 62,5 cm für den Achsabstand der senkrechten
Rahmenhölzer
In der Regel wird stockwerkweise
(platform framing) montiert: Schwelle, Rahmenelement, Rähm,
Geschoßdecke, wieder Schwelle und so weiter.
Schnelle Dacheindeckung Da
das Dach sehr schnell eingedeckt ist, ist die Gefahr, dass das Bauwerk
während der Montage naß wird, noch geringer. Erst
nachträglich werden die Rahmenelemente von außen beplankt, gedämmt,
die Installationsrohre verlegt und die Wände von innen fertiggestellt.