Der
Holztafel-Fertigbau
Die bekannteste und die meist verwendete Holzbauweise. Komplett in der Halle vorgefertigte
Wandsegmente einschließlich Fenstern, Türöffnungen, Rolläden
und eventuellem Außenputz werden in der Halle vorgefertigt und
auf der Baustelle aufgebaut. Dabei werden die einzelnen Wandelemente aneinander und mittels
Schwerlastwinkel auf der Keller-,
der Bodenplatte oder der Decke befestigt. Grundlage ist in jedem Fall ein Holzrahmen,
welcher von einer Seite mit Werkstoffplatten aus Holz beplankt
wird. Durch diese Beplankung aus Holzwerkstoffplatten erhält die Platte
die erforderliche statische Festigkeit. Nach dem Anbringen einer Windbremse
kann auch schon der Außenputz aufgebracht werden, besser ist
jedoch ein Baustellenputz vor Ort, da somit die lästige Fugenbearbeitung
entfällt. In der Mitte wurden bereits Installationsrohre
verlegt und die Dämmung eingebracht. Nach Anbringen einer Dampfbremse
(meist Folie) wird auch die Innenseite der Wandplatte verschlossen. Alle vorgefertigten Platten kommen, genau nach Plan gefertigt,
numeriert auf der Baustelle an
und werden nach dem Montageplan aufgestellt.
Verbindung der einzelnen Wandelemente Für die Verbindung der einzelnen Wandelemente untereinander
werden vorübergehend ein schmaler Streifen
von Innenplatte und Dampfbremse befreit. Die Kanthölzer
durch lange Holzschrauben miteinander befestigt. Wichtig ist dabei, dass die Dampfbremse von den Montageleuten
wieder absolut dicht verklebt
wird. Kleine undichte Stellen würden ausreichen, um durch von
innen (beim Kochen, Baden und so weiter) in die Dämmung eindringende
Feuchtigkeit dieselbe auf Dauer wirkungslos zu machen.
Der Holztafel-Fertigbau ist die bekannteste und die meist verwendete
Holzbauweise. Foto: WeberHaus
Grundlage ist in jedem Fall ein Holzrahmen, welcher von einer
Seite mit Werkstoffplatten aus Holz beplankt wird.
Foto: Fingerhut
Die Wandrahmen eines Fertighauses erhalten eine erste Beplankung
aus armierten Gipskartonplatten.
Schon in der Fabrikhalle werden Fenster, Rolläden und Türen
montiert.
Fotos: Bien-Zenker
Anbringen
der Wandtafeln Die Wandtafeln werden in der
Regel nach der Groß- und Kleintafelbauweise, jedoch nur geschoßhoch
errichtet. Auf diese komplett umlaufenden Wandplatten werden
Deckbalken aufgelegt und miteinander
befestigt. Eine Sparschalung wird von unten
angenagelt, die Decke gedämmt und dann beplankt. Dann beginnt der Aufbau des nächsten
Geschosses.
Möglich sind auch komplett vorgefertigte Deckenkassettenplatten,
welche mit dem Kran auf die Wände gesetzt und befestigt werden.
Die Großtafelbauweise
ermöglicht auch Konstruktionen über mehrere
Geschosse. Decken werden dann nachträglich eingehängt. Bevorzugt
bei dieser Bauart sind offene Bauweisen mit einer Galerie.