Massivholz-Blockbau
Diese traditionelle Holzbauweise
mit massiven Blockbalken hat ihre Wurzeln in der frühen nord-
und mitteleuropäischen Architektur.
Sie gilt als Inbegriff des Holzhauses überhaupt.
Außen- und Innenwände bestehen aus Blockbalken oder -bohlen.
Material: meist feinjährige, im Winter geschlagene, 100jährige
Nadelhölzer wie Fichte und Kiefer, aber auch Lärche sowie Importhölzer.
Abmessungen: variieren sehr stark, werden von der Bauweise
bestimmt. Einschalige Vollbalken-Außenwände weisen eine Stärke
von bis zu 200 mm auf.
Durch Nut und Feder sowie vorkomprimierte Dichtungsbänder wird
mind. für ein Jahrhundert eine
absolute Wind- und Wetterdichtigkeit erreicht.
Verkleidung:
dünnen Blockbohlen, Gipskarton, Holz-Paneelen oder Holzfaser-Zementplatten.
Neben der obligatorischen Dampfbremse sollte eine Hinterlüftung
angebracht werden.
Zweischalige Bauweise
Die Außenwände erreichen in der Regel eine Stärke von 240 mm.
Der gängigste Wandaufbau heutzutage erfolgt in zweischaliger
Bauweise ( 2 x 70 bis 80 x 140 mm), mit einer 100 mm dicken
Kerndämmung z.B. aus Korkschrot, Zellulose, Schaf- oder Mineralwolle
sowie Polystyroldämmplatten.
Der Aufbau
erfolgt vom Grund- oder Schwellrahmen, Blockbalken auf Blockbalken.
Diese sind ebenfalls durch Anordnungen von Nut
und Feder sowie durch zusätdzliche, vorkomprimierte Dichtungsbänder
zwischen den Balken absolut wind- und
wetterdicht.
Die Konstruktion erhält ihre wesentliche statische
Stabilität, indem die aufeinander gesetzten Blockbalken
an den Enden jeweils zur Hälfte mit
dem Gegenbalken verzahnt werden. Diese sogenannte Verkämmung
bindet alle Außen- sowie Innenwände in die Konstruktion ein.
Die Ausführung der traditionellen Eckverbindung in millimetergenauer
Arbeit durch Verkämmung der Blockbalken erfolgt in der computerunterstützten,
maschinellen Produktion.
Wände aus senkrecht angeordneten Blockbalken gibt es ebenfalls,
sie werden aber weniger gebaut. |
|

Massivholz-Blockbau
gilt als Inbegriff des Holzhauses überhaupt.
Foto: Finnla

Zur
Isolierung dieser doppelbohligen Holzwände verwenden die Hersteller
Kork oder Schafswolle
Foto: Fouchs

Modell:
Saaletraum: ein Blockhaus in über Jahrhunderte bewährter traditioneller
massiver Blockbauweise
Foto: Fullwood

Diese
Kreuzeckverbindung ist nicht überlattet, sondern mit einer gefrästen
Rundung.
Foto: Honka

Holzblockwand
mit Innendämmung
Grafik: Ökobuch |