Planung eines
Bausatzhauses
Ein Bausatzhaus wird meistens in Absprache
mit dem Architekten des Anbieters geplant.
Anhand der Planungsdaten über Wohnfläche, Grundriss oder Anzahl
der Geschosse kann dann bereits eine detaillierte Kostenaufschlüsselung
unter Berücksichtigung der Eigenleistung vorgenommen werden. Diese Leistungen bis hin zum Einreichen des Bauantrages sind
bei seriösen Anbietern im Hauspreis enthalten. Dann wird der Zeitplan erstellt. Der Bauherr sollte sich früh über Sonderwünsche
Gedanken machen und auch genau abklären, welche Leistungen
er wirklich selbst erbringen kann. Damit kann dann der Einsatz
der Handwerker und Fachleute besser eingeplant werden.
Erst jetzt beginnt die eigentliche Eigenleistung des Bauherrn.
Er erhält das Material und die Anleitungen für die Gewerke,
die er selber ausführen möchte.
Gefragt ist hier die Eigenleistung, also der persönliche Einsatz
der ganzen Familie - inklusive Nachbarschafts- und Verwandtschaftshilfe.
Die Bausatzhaussysteme
Viele unterschiedliche Baustoffe und Systeme stehen dem Bauherrn
inzwischen zur Verfügung. Baustoffe der Bausatzhäuser sind
unter anderem: Ziegel Porenbeton Blähton Bims Verfüllsteine mit Betonkern massive Holzbalken
Die Kanthölzer sind für den Laien eine gute Hilfe, um die Wände
gerade aufzumauern.
So wächst das Haus Steinreihe für Steinreihe gleichmäßig und
zügig nach oben.
Fotos: Hebel
Auch Blähtonsteine können dank des Nut-Feder-Systems passgenau
verarbeitet werden.
Foto: Liapor
Massiv bauen mit Holz: Auch Blockhäuser sind im kompletten Selbstbausatz
erhältlich.
Foto: bwk/DMBV
Die Steinhersteller
fertigen die Produkte heutzutage auf den Millimeter genau. Diese
Genauigkeit erlaubt es dem Selbstbauer, die Steine im Dünnbett-
oder sogar im Trockenmauerverfahren bis zur vollen Wandhöhe
aufeinander zu schichten.
Lediglich die erste Steinreihe
wird von einem Fachmann des Bausatzherstellers exakt auf eine
Höhe gesetzt, um die Unebenheiten der Bodenplatte auszugleichen.
Als selbstbaufreundlich haben sich auch die Verfüllsysteme
im Hausbau durchgesetzt: Im "Legostein-Prinzip" werden Schalungselemente
aus Hartschaum, Holzspanbeton oder Blähton im Mauerverband aufeinander
gesetzt. Diese Elemente werden anschließend lagenweise mit Beton
verfüllt, so dass ein durchgängiges Betongerüst entsteht, das
statisch belastbar ist.