Estrich-Arbeiten
Für die Baufamilie geht der Innenausbau mit den Arbeiten am
Estrich weiter, jener Schicht zwischen der tragenden Deckenkonstruktion
und dem sichtbaren Fußbodenbelag. Der Bauherr kann zwischen
verschiedenen Estricharten wählen. Sie lassen sich entsprechend
ihres Aufbaus in 4 Gruppen unterteilen:
1) Verbundestrich: Er weist direkte
Haftung mit dem Untergrund auf.
2) Trennschicht: Estrichplatte
und Untergrund werden durch eine Folie voneinander getrennt.
3) Estrich auf Dämmschicht:
die Dämmschicht macht den Estrich zu einem "schwimmenden Estrich"
und hindert einerseits die Raumwärme daran, nach unten abzufließen,
andererseits ist sie für die Trittschalldämmung zuständig.
4) Heizestrich: Er ist eine spezielle
Form des schwimmenden Estrichs, wird auf einer Dämmschicht verlegt
und bettet das Heizröhrensystem der Fußbodenheizung ab.
Der Anhydritfließestrich:
Der Fließestrich besteht aus einem wasserfreien
Gips, einem natürlichen Material. Auf der Baustelle benötigt
er nur noch die Zugabe von Wasser, wodurch eine schnelle Verarbeitung
ermöglicht wird.
Üblicherweise
wird Fließestrich mit einer Estrichmaschine
eingebracht, das heißt, außerhalb des Gebäudes werden die Bestandteile
gemischt und mittels Pumpe und Schlauch an den vorgesehenen
Ort transportiert.
Der Fließestrich ist selbstnivellierend
und benötigt kein aufwendiges Verteilen, Verdichten oder Glätten.
Der Zementestrich:
Ausführung und Zusammensetzung eines Zementestrichs hängen von
den Anforderungen ab, die an den Bodenaufbau gestellt werden.
Das Anmischen der Einzelbestandteile
ist einfach: Allgemein empfiehlt es sich, ein Mischungsverhältnis
von etwa 10 l Wasser zu 25 kg Zement
herzustellen und mit soviel Sand als Zuschlagstoff aufzufüllen,
bis die geeignete Konsistenz erreicht ist.
Das bedeutet, dass der Estrichmörtel erdfeucht ist. Mit der
Hand muss er sich gut formen lassen können und danach die Form
behalten.
Der Trockenestrich:
Für den weniger versierten Bauherrn stellen gerade bei Ausbauhäusern
Trockenestrichelemente eine kostengünstige,
schnelle und unkomplizierte Lösung dar.
Es handelt sich dabei um eine Kombination
von Polystyrol-Hartschaum und einer Spanplatte. Oben
sorgt die Spanplattenseite für die nötige Trittfestigkeit und
der darunterliegende Polystyrol-Hartschaum für Wärme- und vor
allem Trittschalldämmung. |
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Der Heizestrich wird bei der Verlegung von Fußbodenheizungen
benutzt, um die Leitungen vollständig zu ummanteln.
Foto: cuprotherm

Ein selbstnivelliernder Fließestrich wird mit Pumpe und Schlauch
eingebracht und lässt sich leicht verarbeiten.
Foto: Fels

Der zwischen zwei Lehren verteilte Zementestrich wird mit einer
Aluminiumlatte abgezogen.
Foto: Sakret

Trockenelemente lasssen sich dank einer Nut- und Feder-Verbindung
leicht verlegen.
Foto: G + H Isover
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