Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet in dem Dorf Krummesse ein hochmodernes Alternativhaus steht? Der auf den ersten Blick unscheinbare Anbau ist zukunftsweisend.
Immobilienbesitzer und Architekten aus ganz Deutschland begutachteten bereits das Gebäude. Selbst Koreaner, die per Internet auf das Objekt aufmerksam wurden, bestaunten es kürzlich.
Mit ihrem Passivhaus schuf die Bauherrin und Architektin Heike Krüger ein im Norden einmaliges Pilotprojekt, das als wissenschaftliche Begleitforschung vom Ministerium für Umwelt, Natur und Forsten Schleswig-Holstein gefördert wird.
Zehn Jahre wohnte die freischaffende Architektin mit ihrer Familie in der Preussenkoppel 21 zur Miete, bevor sie das Wohnhaus aus den 60er Jahren selbst erwarb und erweiterte. Nach ihren Plänen entstand ein Passivhaus in TJI-Holzrahmenbauweise als Anbau.
Ihr Bau-Prinzip ist simple aber effektiv: Anders als in herkömmlichen Gebäuden geht kaum Wärme über Außenwände, Fenster und Dach verloren. Eine 40 Zentimeter dicke Schicht aus Zellulose dämmt das Gebäude. Die dreifachverglasten Fenster lassen Sonnenenergie herein, aber nur wenig Wärme hinaus.