Ein Passivhaus erreicht gegenüber anderen Privatgebäuden eine Energieeinsparung
von fast 90 %. Mit einem Jahresheizenergiebedarf von max. 15 Kilowattstunden
pro Quadratmeter kommt ein Passivhaus bereits ohne aktive Heizanlage
wie Kessel oder Gastherme aus.
Beschreibung
des Bauvorhabens Realisation: Diplom-Physiker
Michael Rücker gemeinsam mit der Firma Fritz-Haus realisierte
das Bauvorhaben Konzept: ein ökologisches,
in Liapor-Styropor-Elementbauweise konzipiertes Gebäude
mit 2 getrennten Wohneinheiten Das Haus wurde als Ersatzhaus
errichtet für einen vormalig an dieser Stelle befindlichen
allein liegenden Bauernhof. Das Gebäude besteht aus 2 Wohnungen
zuzüglich Nebengebäude. Die erste Wohnung umfasst den Bereich Erd- und Dachgeschoss
mit einer Fläche von 190,09 m². Die zweite Wohnung befindet sich mit getrenntem Eingang im
Untergeschoss mit 58,72 m² Fläche. Hinzu kommen noch anteilige Nutzflächen
aus Kellerräumen, Betriebsraum, Gemeinschaftsflächen
und dem Nebengebäude.
Ökologische
Bauprinzipien
Bei der Erstellung des Hauses achtete Michael Rücker
streng auf ökologische Bauprinzipien.
Das fertige Passivhaus:
90% Prozent der Energie eingespart.
Der Physiker M. Rückner verwirklichte
mit einem Gebäude in Liapor-Styropor-Elementbauweise seine
Vorstellungen von einem Passivhaus.
Ein Passivhaus spart im Vergleich
zu konventionellen Häusern rund 90 Prozent Energie ein.
Fotos: Michael Rückner
"Hauptziel war es, den Energieverbrauch
so weit wie möglich zu reduzieren, ohne auf eine solide
Bauweise oder Komfort zu verzichten", erklärt
der Physiker.
Dies wurde durch verschiedene, sich ergänzende Maßnahmen
erreicht.
Die Außenwände wurden
in 10 cm starkem Liaporbeton mit einer damit vergossenen 30
cm starken Hartstyroporschicht errichtet.
Dies führte zu einem k-Wert von circa 0,1 W/(m2K).
Die Wände wurden nicht vor
Ort betoniert, sondern im Werk vorproduziert und per Autokran
auf der Baustelle eingesetzt.
Dies verkürzte die Bauzeit und brachte eine weitreichende
Unabhängigkeit von der Witterung.