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Vollständige Version anzeigen : Nur mit Strom heizen???


HomerSimpson74
15.06.2010, 15:49
Hallo,

pro und contra für Heizen nur mit Strom.

Mir schwebt eine Natursteinheizung vor und Durchlauferhitzer.
Vor- und Nachteile ?

Mal hör ich es ist billiger als alles andere, dann wieder sehr teuer. Mal Elektro-Smog..dann überhaupt nicht. Und und und....:confused::confused::confused:

IBJ
17.06.2010, 21:25
ja in der anschaffung isses vielleichtbilliger, aber wenn du den strom 1:1 verheizt anstatt 1:x wie mit einer WP hast du um das x-fache an betriebskosten.
rechne halt eine vollkosten und amortisation.
was meinst du warum heute nachtspeicheröfen "bä" sind und alle welt von wärmepumpen spricht?

erik-ieu
20.08.2010, 12:13
Hi HomerSimpson,

mit dem „bä“ hat der Kollege recht. Langfristig wird sich der Strompreis weiterhin auf Grund der Intension der Bundesregierung steigen, unabhängig von der Preisentwicklung der übrigen Energieträger.
Von grundsätzlicher Bedeutung bei der Wahl der Beheizung und Warmwassererzeugung ist doch letztendlich der Verbrauch.
Willst Du mit der Natursteinheizung das Gäste-WC in deiner Ferienwohnung in Italien, das Du 2xmal im Jahr benutzt, beheizen und das dortige Waschbecken mit einem Durchlauferhitzer versehen, dann ok! *g* Oder willst du bei dir zuhause das Wohnzimmer beheizen und über den Durchlauferhitzer das Warmwasser für Deine vier köpfige Familie erzeugen? Dann viel Spass und ich hoffe Du gewinnst demnächst im Lotto, um das alles zu bezahlen! Spass bei Seite. ;-)
Des Weiteren unterscheiden sich die möglichen Varianten noch darin, ob du neu baust oder eine Bestandsimmobilie hast. Beim Neubau hast du alle Möglichkeiten, das Spektrum reicht von Gas-Brennwert über Wärmepumpe in Kombination mit Solarunterstützung usw. Wenn du im Bestand unterwegs bist, kommt es z.B. darauf an ob Du eine Fußbodenheizung hast oder nicht. Wenn nein, spricht vieles für eine Gasheizung, weil kostengünstig in der Beschaffung und diese liefert auch die notwendigen Vorlauftemperaturen für die vorhandenen Heizkörper.

fliegerfrank
26.08.2010, 01:25
Hallo,

habe mich gefreut dieses Forum gefunden zu haben. Das Thema "Mit Strom heizen" finde ich sehr interessant.
Mich würde interessieren, wieviel KWh / Jahr man benötigt um z.B. ein Niedrigenergiehaus mit ca. 100 m² Wohnfläche und drei Bewohnern zu beheizen und Warmwasser zu erzeugen?

Der Hintergrund ist, das Wärmepumpen auch viel Strom verbrauchen. Bei o.g. Rechenbeispiel könnte jährlich 750 Euro für Strom (Wärmepumpe) zusammenkommen. Bei einem angenommenen Strompreis von 0,17 Euro / KWh könnte man auch ca. 4400 KWh für das Heizen mit Strom ausgeben.

Falls ich falsch liege, dann helft mir bitte auf die Sprünge.
Viele Grüße
Frank

Berliner Sonne
16.11.2010, 15:48
...wieviel KWh / Jahr man benötigt um z.B. ein Niedrigenergiehaus mit ca. 100 m² Wohnfläche und drei Bewohnern zu beheizen und Warmwasser zu erzeugen? Der Hintergrund ist, das Wärmepumpen auch viel Strom verbrauchen. Bei o.g. Rechenbeispiel könnte jährlich 750 Euro für Strom (Wärmepumpe) zusammenkommen. Bei einem angenommenen Strompreis von 0,17 Euro / KWh könnte man auch ca. 4400 KWh für das Heizen mit Strom ausgeben.
Falls ich falsch liege, dann helft mir bitte auf die Sprünge.
Viele Grüße
Frank
Mit Strom zu heizen ist in etwa so sinnvoll, wie einen Porsche zu kaufen, obwohl man nur das Radio braucht. Aber lassen wir mal das und Öko& co völlig außen vor.
Angenommen, die Wärmepumpe zieht für 750,-€ Strom pro Jahr (Arbeitszahl 4,2 0/35 Grad heißt 1 kWh Strom = 4,2 kWh gepumpte Wärmeleistung aus dem Erdreich oder Grundwasser bei Null Grad Außentemperatur und 35Grad Wasservorlauftemperatur - stimmt aber in der Praxis auch nicht, da die Erdtemperatur immer zwischen 8 und 12 Grad liegt, die Sole wird also selbst im knackigen Winter 5 Grad haben)
Dann sind das (WP-Tarif 16ct/kWh) etwa 4687kWh pro Jahr.
Würdest du die mit einer Direktheizung (z.B. Naturstein) betreiben, dann wären jedoch ca 20.000kWh fällig, diese kosten auch noch 20ct/ kWh im Jahr also schon 4.000,-€. Nach 3 Jahren hättest du so schon die (teure) Wärmepumpe (Quatsch, kostet bloß 5500€, das teure ist die Sonde) verheizt und danach erzeugt jede Stromrechnung bei dir "Zwiebeltränen" auch wenn sich der Strompreis in den 5 Jahren nicht verändern würde, allerdings glaub ich an solche Märchen nicht ;)
Tip: schmeiß den Natursteinheizungsprospekt weg, das sind ökologische Verbrecher und bescheißen dich nach Strich und Faden, denn nicht die zahlen deine Stromrechnung sondern du! Denen ist es aber egal, wenn du die Heizung für 900 € das Stück schon gekauft hast (Einkaufspreis ca 220,-€ !!!) Ne anständige Niedertemperatur-Fußbodenheizung rein und fertig, dann friert dein Frauchen auch nicht im Bad und läßt sich nicht so schnell scheiden ;)

IBJ
16.11.2010, 19:34
Mich würde interessieren, wieviel KWh / Jahr man benötigt um z.B. ein Niedrigenergiehaus mit ca. 100 m² Wohnfläche und drei Bewohnern zu beheizen und Warmwasser zu erzeugen?

das ist von hausgeometrie, klimadaten, dämmung und wohnverhalten abhängig.

ich habe daten in bayern von:
EFH BJ 1997, 15m² mit WP und 4 personen über 13 jahre im schnitt 3500kwh/a grundwasser WP
EFH BJ 2008 200m² DK/DV WP 2 personen 2000kwh/a
EFH BJ 1960, saniert 2006, 120m², DK/wasser WP, 2personen 2800kwh/a
EFH BJ 2010 neubau, 3 peronen, 220m², DK/DV WP ca. 2200kwh/a
EFH BJ 2008 180m², DK/wasser WP, 4 personen, 4000kwh/a

daten aller häuser beinhalten heizung und WW bereitung

alle häuser könnte man mit dem schönen werbetietel niedrigenergie- oder energiesparhaus verkaufen ;-)
was ich sicher weiß, ist, die qualität der gewählten baustoffe, der EnEV nachweis und die WP-anlage sind nicht schön gerechnet.
die bauherren haben geziehlt dafür entschieden, die prognosen haben meist gepasst. einfluß auf das wetter oder winter habe weder ich noch der WP- bauer.

habub7
31.07.2011, 02:29
Mit Strom heizen?

Davon kann man nur abraten.

Ich würde mir das nicht antun wollen.

Viele grüsse

Mike

Chipmaster
17.09.2012, 19:51
Mit Strom heizen ist definitiv am teuersten!

fuchsbau
10.10.2012, 12:04
Mit Strom heizen ist definitiv am teuersten!

definitiv! das würde ich lassen. man muss sich doch nur mal vorstellen, wie oft die energie umgewandelt wird: zuerst in strom, dann in wärme. ganz klar, dass dabei die effizienz sinkt und die kosten steigen

helmmax
11.10.2012, 14:25
definitiv! das würde ich lassen. man muss sich doch nur mal vorstellen, wie oft die energie umgewandelt wird: zuerst in strom, dann in wärme. ganz klar, dass dabei die effizienz sinkt und die kosten steigen

freunde von mir haben sich gefreut, weil sie eine echt billige altbauwohnung gefunden haben. aber nach nur einem jahr würden sie am liebsten wieder ausziehen: dadurch dass das haus noch nicht grundsaniert ist und mit strom geheizt wird steigen die mietnebenskosten ins exorbitante. das sollte man auf jeden fall im hinterkopf behalten!!!

franktheschrank
12.10.2012, 17:34
also gerade im Wintergarten heizen wir ab und an mit einem heizstrahler, aber wirklich auch nur ganz sachte, weil es kann auch wirklich zu warm werden dann. der heizstrahler, den wir damals über http://www.solamagic-infrarot-heizstrahler.de (http://www.solamagic-infrarot-heizstrahler.de/heizstrahler) entdeckt hatten, ist von seiner funktion her sehr ergiebig, allerdings glaube ich auch, dass das ein ziemlicher stromfresser ist!

SunnySara
17.10.2012, 14:46
Also diese Heizstrahler sind nicht nur teuer sondern auch gefährlich und sollten niemals unbeaufsichtigt laufen!

Abgesehen davon habe ich gerade ein ähnliches Problem. Bin vor kurzem umgezogen und musste aus Mangel an Alternativen eine Wohnung nehmen, bei der sowohl die Heizungen als auch die Warmwasserversorgung komplett über Nachtspeicher (also Strom) läuft. Nun habe ich echt Bammel vor dem kommenden Winter. Habe mit dieser Heizungsart überhaupt keine Erfahrung und Angst, dass mir die Kosten über den Kopf wachsen. Hat hier jemand Erfahrungen und kann mir Tipps geben, wie ich vielleicht etwas spare, ohne gleich frieren zu müssen?