Vollständige Version anzeigen : Heizungs- und Warmwassertechnik als Gesamtlösung im Haus
Hallo zusammen!
Es gibt eine Unzahl von Heizungstechniken derzeit:
Wärmepumpen in verschiedenster Ausprägung (Luft-Luft, Erdkollektoren usw.), klassische Gas- und Ölheizung, Holzpellets usw.
Dazu kommt noch die Möglichkeit der Warmwassergewinnung über Solarenerige.
Mit der Sonne läßt sich aber auch Strom gewinnen.
Auch kann durch eine Südausrichtung des Hauses mit entsprechenden Fensterfronten für ordentliche Wärmezufuhr gesorgt werden. Aber dafür muß ich im Sommer für Beschattung sorgen, am besten über ein EIB-System.
Dann die große Preisfrage, was ist sinnvoll für mich?
Ist es z.B. sinnvoll in einem KfW 60 Haus eine Gasheizung mit Fußbodenheizung einzubauen, das Haus ist nach Süden ausgerichtet, hat einen 300 Liter Warmwassertank, Solarzellen 6 m2 auf dem Dach. Ein Kamin steht im Wohnzimmer.
Oder ist es sinnvoll in einem 3-Liter-Haus (z.B. wie von Kampa angeboten), dort als alleinige Heizung eine Luft-Luft Wärmepumpe einzusetzen. Der Kamin wird als Beigabe für das feminine Geschlecht mit beigepackt? Ist dies ausreichend?
Sind dann bspw. die Fliesen nicht zu kalt ohne Fußbodenheizung? Habe ich es überhaupt warm, ist es mal kälter als Minus 15°C? Oder muß ich dann so stark durch den Heizstab der Luftwärmepumpe nachheizen, das mich die Stromrechnung auffrist? Aber vielleicht kann ich ja die Stromversorgung über die Solarzellen auf dem Dach sicherstellen oder zumindest unterstützen? Kann ich im Winter nach dem Baden überhaupt das Fenster öffnen, aber danach den Raum auch wieder schnell warm bekommen? Oder brauch man keine Fenster mehr zu öffnen? Oder sollten die Wände/Türen/Fenster dafür doch noch stärker gedämmt sein?
Für mich stellen sich viele Fragen. Aus meiner Sicht sollte für jedes Haus eine Gesamtbetrachtung unterzogen werden. Nur wer kann dies? Der Bauträger z.B. Kampa? Nach welchen Kriterien erfolgen die Berechnungen?
Welche Erfahrungen liegen hier im Publikum vor?
Gruß vom
Baubären
Hallo Baubär,
zufällig bin ich es schon wieder :-)
Da Du selber schon gemerkt hast, wie komplex das Thema ist, hier meine "Generalempfehlung", weil in einem Internet Forum Deine Fragen nicht genau beantwortet werden können: Beauftrage einen Architekten mit der Erstellung sämtlicher Pläne unter der spezifischen Berücksichtung Deiner "energiepolitischen" Vorstellungen und lass Dir den Wärmebedarf Deines Hauses und die Effizienz unterschiedlicher Energiegewinnungsarten errechnen. Lass Dir gleichermaßen Empfehlungen zu den unterschiedl. Bussystemen geben. Dafür sind Architekten da !
Mit dem Ergebnis der Architektentätigkeit kannst Du Dir dann in aller Ruhe einen Bauunternehmer suchen, weil KAMPA schließlich nicht der Nabel der Welt ist und weil man sich mit Hilfe eines Architekten auch einen optimalen Wandaufbau aussuchen kann.
Übrigens: Wer eine Luft/ Luft WP und einen Kamin einbauen lässt, der sollte ein wasserführendes Kaminsystem wählen, welches in den Kältezeiten in der Lage ist das Haus entscheidend mit zu beheizen.
Dass Dein Bauvorhaben ohnehin nicht billig sein wird, ist Dir wahrscheinlich klar- also setze weiter auf Qualität und nimm Dir einen ordentlichen Fachmann zur Seite, dann bist Du auf dem richtigen Weg.
das ganze kann man/frau wunderbar im rahmen des EnEV-nachweises berechnen.
das haus als feste größe mit seinen flächen, wandaufbauten und dämmwerten aus dem standard des anbieters verwenden und nur die anlagendaten für heizung und warmwasser variieren.
... und du wirst augen machen :eek:
ein unabhängiger berater kann dir aber auch tipps zu den wandaufbauten usw. liefern.
Ok, also in der Planung eine EnEV-Berechung durchführen lassen.
Danke @Realist und @IBJ
Daraus resultieren natürlich Fragen:
1. Nach welchen Kriterien erfolgt diese Berechnung? DIN-Norm? Was soll ich also als Bauherr vom Bauträger fordern?
2. Die KfW soll bspw. Holzöfen nicht als zweite Wärmequelle akzeptieren. Zudem gibt es verschiedenste Software, um die Berechnung durchführen zu lassen. Auch hier soll nicht alles Gold sein was glänzt.
Wie finde ich also jemanden der Ahnung davon hat? Sollte man dessen Ergebnis dann von einem Gutachter checken lassen?
Wie sieht das aus, wenn man ein Bauvorhaben mit einem Bauträger hat. Der legt einem eine Berechnung auf den Tisch und ich soll dieser dann glauben schenken? Wer kann so etwas überprüfen? Als Bauherr ist man damit überfordert. Soll man vor dem Baubeginn die Berechnung der KfW-Bank vorlegen (wenn man einen Kredit in Anspruch nehmen möchte)?
Auf jeden Fall möchte ich vermeiden, so wie ich dies neulich bei einer Referenzfamilie eines Bauträgers erfahren habe, dass während der Bauzeit der Warmwasserbehälter auf Empfehlung des durchführenden Installateurs statt geplanter 100 auf 300 Liter vergrößert wurde. In dem HWR ist nun wirklich kein Platz mehr frei um diesen zu nutzen.
Gruß vom
Baubären
Der Warmwasserbehälter Deiner Bekannten hat doch mit der EnEv nicht direkt etwas zu tun. Das Volumen des WW Behälters richtet sich nach der Anzahl der im Hause lebenden Personen und deren Warmwasserverbrauchsgewohnheiten. Mancher badet 2x / Tag oder duscht zigmal, andere wieder nicht, usw. !
Was hat der Installateur mit der anfängl. Hausplanung zu tun ? Er ist vermutlich beim GÜ Subunternehmer und hat tunlichst das auszuführen was der GÜ ihm aufgibt zu tun und was geplant ist !
So- wenn er nun selbstständig mit den Bauherren den Einbau irgendwelcher ungeplanten Objekte vereinbart, ist das Sache des Bauherren zunächst eine ordentliche Klärung mit dem GÜ herbeizuführen und das Thema mit diesem zu besprechen !
Das ist ja wieder typisch: erst eigenmächtig Einbauten vornehmen lassen und sich dann über die evtl. Folgen beschweren, solche Aussagen ziehen mir ehrlich gesagt die Schuhe aus, wenn sie so stimmt wie Du beschreibst !!!
Es wird ja wohl von Anfang an besprochen worden sein wie groß der HAR ist und was für ein WW Speicher zum Einsatz gelangt (steht in jeder Baubeschreibung von guten GÜs). Wenn die 100 L nicht ausreichend waren, hätten das die Bauherren dem GÜ bei der Planung sagen müssen, dann hätte man schon im Vorhinein einen 300 L WW Speicher einplanen können und den HAR enstpr. größer planen- wie gesagt IM VORHINEIN, so etwas gehört zu den WESENTLICHEN Aufgaben des Bauherren, seine persönlichen Gewohnheiten und Bedürfnisse mitzuteilen, so etwas kann niemand erraten !
So, großer Baubär- das Beispiel allein wird Dir deutlich machen, dass Du einen guten Fachmann/ frau für eine persönliche Beratung benötigst !
Im übrigen kann ein Bauträger nicht irgendeine X- beliebige Berechnung auf den Tisch knallen. Hier die gesamten Kriterien, die JEDER zu berücksichtigen hat aufzuzählen und zu erläutern sprengt den Rahmen .
Für Deine Energiefragen kannst Du Dich auch gerne an einen Fachberater, sprich Energieberater der DENA (Deutsche Energieagentur) wenden . Google DENA und Du wirst einen Energieberater in Deiner Nähe finden. Dieser berät Dich auch in puncto KfW, weil sein Gutachten ohnehin notwendig für die Bewilligung von KfW Ökohausmitteln ist.
In der Tat war der Installateur Subunternehmer und hat vor seinem Arbeitsbeginn den Bauherrren empfohlen, einen größeren Behälter einbauen zu lassen.
So die Aussage der Bauherren. In wieweit dabei der Bauträger involviert war kann ich dir nicht sagen. Was in der Baubeschreibung stand, kann ich dir auch nicht sagen.
Zumindest zeigt es mir, dass die Planung mangelhaft war und/oder die Abstimmung Bauträger mit dem Subunternehmer nicht stimmt.
Auf solche Spielchen habe ich jeden Fall keine Lust.
Danke für den Tip mit der DENA @Realist.
Gruß vom
Baubär
Hallo Baubär,
Du mußt Dir eben einen Unternehmer suchen, mit Du reden kannst und mit dem Du gemeinsam planen kannst ! Ein Großunternehmen kann diese Anforderung oft nicht erfüllen, weil Du es hier meist mit Verkäufern zu tun hast- die machen nur was sie sollen- verkaufen ! Das sagt alles, okay ?!
Ich müsste jetzt Eigenwerbung machen, wenn ich Dir mehr schreiben würde, das geht aber leider nicht.
Grüße aus Berlin