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Vollständige Version anzeigen : Einbehalt bei Mängeln


02.12.2005, 12:35
Hallo,
wir haben gebaut und es gab einige Mängel, nun ist der Bau abgeschlossen und die Mängel sind soweit beseitigt. Da es aber viele Mängel gab, würde ich gerne noch einige Zeit einen bestimmten betrag zb 1000€ einbehalten falls noch Mängel auftreten. Uns ist beim Bau aufgefallen, dass der Bauträger nur reagiert wenn wir nicht zahlen, daher habe ich Angst wenn ich jetzt die letzten 1000 € noch bezahle und noch Mängel auftréten nix passiert.

bauhexe
02.12.2005, 14:01
was steht im vertrag?
das sollte auch gelten!
war ein einbehalt vereinbart, und in welcher höhe?
...
stellen sie sich vor ihr chef hält was von ihrem gehalt zurück, falls sie einen fehler genacht haben :-o !!
eine profilachse gibt es nun mal nicht. daher werden oftmals sicherheitseinbehalte oder bankbürgschaften im bau- oder kaufvertrag vereinbart. haben sie diesen nicht prüfen lassen und blauäugig unterschrieben würden sie jetzt vertragsbrüchig werden.
ist eine förmliche abnahme erfolgt?
sind die voraussetzungen für die schlußrechnung gegeben???

florian
28.01.2006, 17:52
Hallo bauhexe,

Sie schreiben:
"...daher werden oftmals sicherheitseinbehalte oder bankbürgschaften im bau- oder kaufvertrag vereinbart. haben sie diesen nicht prüfen lassen und blauäugig unterschrieben würden sie jetzt vertragsbrüchig werden.
ist eine förmliche abnahme erfolgt?
sind die voraussetzungen für die schlußrechnung gegeben???"

Woher weiss ich so etwas? Gibt es eine "Bibel" für die Hausplanung"? Wer prüft für mich, damit ich nicht "blauäugig" zu unterschreiben brauche? Welche und wieviele förmliche Abnahmen muss man vereinbaren?

Vielen Dank im voraus für Hinweise!

Mit freundlichen Grüßen,
florian

archi4
28.01.2006, 18:21
Hallo Florian,

eine Bibel für die Hausplanung gibt es dahingehend, sich an jemanden zu wenden, der was davon versteht .... "Gelbe Seiten" oder im Internet oder Architekten.... oder reparierst du dein Auto auch selbst (sei bitte nicht zufällig KFZ-Mechaniker).

Immer das Gleiche: wenn Leute einen Fernseher für 500 EUR kaufen, haben sie 3x Stiftung Warentest gelesen, 5 Bekannte gefragt, usw.. Dochh wenn`s um die Investition ihres Lebens geht, sind viele Bauherren blauäugig und vertrauen blind.
Merke: der Bauleiter des Bauträgers/GU`s wird sich selbst nie böse Briefe schreiben, wenn was nicht passt!
Stell dir einen SV oder Arch. o.ä. an deine Seite, der dein Brot isst und damit dein Lied zu singen hat! Und nicht erst zur Schlussabnahme, dann kannst du dir das oftmals sparen, denn du siehst auch, ob die Tapete dran und weiss ist, sondern von Anfang an, damit er auch deine Unterlagen auf Vollständigkeit prüft (Statik, Nachweis nach EnEV, etc.).

bauhexe
28.01.2006, 19:20
keine biebel aber einen tipp hab ich noch:
wurde VOB/B im vertrag vereinbart???
dann schnell zu einem sachverständigen, der sich damit auskennt, alleine wird es eine bauchlandung! :-x

florian
29.01.2006, 13:34
Hallo zusammen,

aha, die Zauberworte sind also:

1. VOB vereinbaren
2. einen Architekten engagieren.

Vermutlich rentiert sich die Investition in den Architekten durch vermiedenen Ärger u.a.

Hat sonst jemand noch eine Idee/Anmerkung?

Grundsätzlich: wie wäre es denn, wenn einer/mehrere der in diesem Forum vertretenen "Profis" mal eine Checkliste für Bauplanung erstellen würden??

Schöne Grüße,
Florian

bauhexe
29.01.2006, 20:25
1.)nein, keine halbweisen und halbweisheiten!
2.)außerdem ist jedes haus anders, was soll das?
3.)gibt es in Fachbüchern, wer soll da hier ein buch schreiben?

30.01.2006, 08:20
Florian: Hast du eine email-Adresse?

florian
30.01.2006, 11:06
Hallo,
ja, ich habe sie hinterlegt, es müsste also über den "pers.Mail"-Button funktionieren.
Veröffentlichen möchte ich meine E-Mail-Adresse hier nicht.
Gruß,
Florian

florian
30.01.2006, 11:12
Hallo bauhexe,
sicher ist jedes Haus anders. Auch habe ich bereits einige Fachbücher und andere Webseiten studiert.
Vielleicht sollte ich das, was ich meine, noch weiter beschreiben. Ein Beispiel:
"Lassen Sie Baubeschreibungen und Verträge vor dem Unterschreiben von einem Juristen und wenn möglich auch von einem Sachverständigen oder Baufachmann prüfen."

Jetzt stellen sich mir folgende Fragen:
* ein Jurist welcher Spezialisierung ist der richtige?
* ein Sachverständiger welcher Spezialisierung ist der richtige?
* wo finde ich einen Baufachmann? (IHK? Fachhochschule?)
...und weiteres
Diese Fragen werden doch immer wieder gestellt und werden immer wieder beantwortet. Das kann doch eigentlich von Haus zu Haus nicht so sehr unterschiedliche sein, oder?
Meine Idee ist es, den Suchaufwand für Neulinge wie mich und den Beantwortungsaufwand für Experten wie bauhexe zu minimieren.

Gruß,
FLorian

30.01.2006, 14:13
geht aber ned..... ;-)

bauhexe
30.01.2006, 15:02
Hallo Florian,
solche Beiträge schreibe ich seit mitlerweile sechs Jahren hier und in anderen Foren. Es wir ermüdent. Wer erst mal liest findest so Einiges!
Schau mal hier LINK (http://www.bauen.com/community/modules/newbb/viewtopic.php?topic_id=246&forum=6&12) und auch das Datum der Änderung

Ich hab den Eindruck, manche sind einfach zu faul zum Lesen! Was ich hier tu, ist guter Wille. Wer mich engagieren will kann mir gerne eine mail schicken ;-)

<small>[ geändert von bauhexe an 30.01.2006 16:06 ]</small>

01.02.2006, 11:24
@Florian: Leider geht Dein eMail-Button nicht....

02.02.2006, 08:41
es ist ja schon traurig genug, dass ich überhaupt jamanden beauftragen muss, der das überwacht was ich bei einem anderen beauftragt habe. Wozu beauftrage ich den einen Bauträger das er mir eine Haus baut? damit ich einen Grund habe noch einen Archi oder ähnliches zu beauftragen der den Bauträger oder dessen Firmen überprüft?
Ich habe mit einem Bauträger geabaut, und ich weiß bis jetzt noch nicht wieso. Ich war jeden Tag auf der Baustelle und habe absprachen gehalten wie was gemacht wird, der Bauträger hat sich während der gesammten Bauzeit vielleicht 4 mal blicken lassen, und auch das nur dann wenn ich ihn dazu aufgefordert habe. Wozu bzahle ich so jemanden? Damit er siche den Säckel voller Geld steckt, weil er jede Handwerksfilram bis zum existenzlimit runter Handelt und sich die Kohl in einen neuen Mercedes steckt?
Es ist wirklich sehr traurig das man in diesem Land keine Menschen mehr trauen kann, das Baugewerbe steht da doch ganz weit vorne. Ich würde nie mehr mit einem Bauträger bauen, weil es überhaupt keinen Sinn macht, sondern nur viel Geld für nix kostet.

bauhexe
02.02.2006, 11:14
Wozu bzahle ich so jemanden? Damit er siche den Säckel voller Geld steckt, weil er jede Handwerksfilram bis zum existenzlimit runter Handelt und sich die Kohl in einen neuen Mercedes steckt?
UND?
Das ist ja der springende Punkt, und genau das schreibe ich auch immer wieder.
WER ALS BT ODER ÄHNLICHES SEIN GESCHÄFTCHEN MACHT, MUSS DAFÜR NIX LERNEN, WILL ABER GUT KASSIEREN.
Das ist schon eine ganz besondere Spezie Mensch!
Und wer's nicht glauben oder hören mag, muß zahlen!

archi4
03.02.2006, 13:10
Nanana, so deutlich musste es doch nicht sein, Bauhexe. Der Bauherr ist schon gestraft genug!
"Alle Menschen sind klug: die einen vorher, die anderen hinterher."

smatrix78
03.02.2006, 14:37
§ 17 VOB/B Einbehalte max. 5 % der Abrechnungssumme für die Gewährleistungszeit als Druckmittel. Die Einbehalte müssen innerhalb 18 Tage auf ein Sperrkonto einbezahlt werden.
Dies muss im Bauvertrag geregelt worden sein. Wenn nicht trotzdem versuchen Einbehalt vornehmen und dem Bauträger vorschlagen den Einbehalt gegen eine Bürgschaft auszutauschen. So haben Sie die Sicherheit und dem Bauträger entstehen keine Kosten.
www.holzmatrix.de