Vollständige Version anzeigen : Hauswasserwerk sinnvoll ?
Hallo,
wir haben in unserem Haus eine extra Leitung zu den Toiletten legen lassen, wo wir später ein Hauswasserwerk über eine zisterne versorgt anschließen wollen. Nun hat uns ein Bauunternehmer gesagt, dass diese Hauswasser werke nur bedingt sinnvol sind, da das Wasser das dort befördert wird nicht keimfrei ist. So müssen die Toiletten ständig benutzt werden, damit sich keine Ränder bilden würden. Was denkt Ihr darüber, ist so was sinnvoll einzusetzen.
Ist ja auch eine kostenfrage !
Baufuchs
30.09.2004, 10:55
ob das Wasser keimfrei ist oder nicht ist sicher nicht die entscheidende Frage. Wer trinkt schon aus der Toilette? Ob es zu Schmutzrandbildung kommt hängt von der Sauberkeit des Zisternenwassers ab. (Filter vorschalten) Bei fachgérechter Installation (nachspeiseeinrichtung/Trennung vom öffentl. Netz) sind die Gestehungskosten nicht unerheblich. Hinzu kommt, dass Sie bei vorschriftsmäßiger Installation eine 2. Wasseruhr brauchen, denn das Wasser, welches Sie den Toiletten zuführen, muss wegen Abwassergebühren erfasst werden. Wirklich sparen können Sie also nur den billigen Wasserpreis, um die teureren Abwassergebühren kommen Sie nicht herum. Und wenn`s um preiswertes Wasser für Gartenbewässerung geht: Bei unseren Stadtwerken erhält man unter gewissen Bedingungen eine 2. Wasseruhr nur für Gartenwasser, dann fällt da die Abwassergebühr weg.
In Punkto Kanalgebühren muß ich dem Fuchs Recht geben, Sie brauchen eine zweite Wasseruhr für die Kanalgebühren, das hat sich mittleweile fast überall durchgesetzt.
Was die Gartenbewässerung mit Trinkwasser angeht, kann ich den baufuchs nicht verstehen.
Wozu teures, aufbereitetes und subvensioniertes Wasser auf Rasen, Hecken und Stauden? So etwas ist ist unökologisch.
Wie wäre es mit Brunnen oder Zisterne für die Gartenbewässerung, das schont Umwelt und Geldbeutel.
:-D
Baufuchs
30.09.2004, 11:19
Zisterne und Gartenbewässerung? Ob das sinnvoll ist muss jeder selbst entscheiden. Wasser für die gartenbewässerung wird i.d.R. in der trockenen Jahreszeit benötigt. Wenn`s regnet wird nicht bewässert und wenn`s nicht regnet kriegt die Zisterne nichts ab! Also muss schon eine relativ grosse Zisterne (ca. 5cbm) her, damit Reserve da ist. Dann mal die Anschaffungskosten Zisterne/Erdarbeiten/Pumpe etc. zusammenrechnen und entscheiden ob ja/nein. Auch Ökologie muss man sich leisten können.
Vielleicht wäre das eine Alternative:
Je nach Bodenverhältnissen und Grundwasserstand Bohrloch erstellen lassen, Saugleitung mit Rückschlagventil, Hauswasserwerk an geeigneter Stelle (z.B. Garage). Dann steht eigentlich immer genügend Wasser zur Gartenbewässerung zur Verfügung. Kostet wesentlich weniger als eine Zisterne, setzt aber einigermassen sauberes Grundwasser voraus.
<small>[ geändert von Baufuchs an 29.09.2004 23:27 ]</small>
danke für euere Tipps, leider komme ich um die Zisterne nicht herum, da diese bei uns Vorschrift ist. Das mit dem Hauswasserwerk werde ich mir dann noch mal überlegen. Mir ging es hier um die Kanalgebühren, da die bei uns bei 4,50€ pro qm liegen, wollte ich da sparen.
leider komme ich um die Zisterne nicht herum, da diese bei uns Vorschrift ist
Kannst du mir erklären, warum euch eine Zisterne aufgezwungen wird?
so long :-D
ja kann ich:
weil in dem Bebauungsplan zum Baugrundstück festgelegt wurde, das der Niederschlag (Hausdach) in einer Zisterne aufgefangen werden muß.
Und wie ist das mit dem Überlauf?
Mir gefällt ein Konzept recht gut, wo die Zisterne unter der Garage liegt, ... wenn das bei Euch ginge?
Vorteil:
Technik in Garage, damit keine lästigen Pumpengeräusche im Haus.
Garten kann überall bepflanzt werden.
Mehrkosten bei Aushub für Garage, dafür keine extra Erdarbeiten für die Zisterne.
Hier ein Beispiel, es gibt sicherlich auch andere Möglichkeiten (soll keine Werbung sein):
http://www.zapf-bayreuth.de/presse/look-artikel2.php3?idu=17
oder hier "spezial",Regenwassergewinnung:
http://www.garagen-welt.de/garagenwelt.htm
Baufuchs
01.10.2004, 15:03
Zitat:
weil in dem Bebauungsplan zum Baugrundstück festgelegt wurde, das der Niederschlag (Hausdach) in einer Zisterne aufgefangen werden muß.
Die Zisterne hat dann sicher Überlauf zum Kanal. Denn wenn keine Wasser entnommen wird -z.B. Herbst/Winter/Frühjahr- muss Überlauf gegeben sein. Eine Zisterne allein vorzuschreiben -ohne dass Wasserentnahme durch Pumpe erfolgen muss- erscheint einigermaßen sinnlos, denn wenn Zisterne voll läuft Wasser auf jeden Fall wieder in den Kanal und der gewünschte Effekt bleibt aus. Aus diesem Grunde werden bei uns keine Zisternen, sondern Sickerschächte mit Überlauf vorgeschrieben. Regenwasser verbleibt dann auf jeden Fall auf dem Grundstück.
naja, eien Pumpe wird man schon nehmen müssen. Die Sizternen sollen ja u.a. auch für die Gartenbewässerung benutzt werden.
Die Zisterne hat dann sicher Überlauf zum Kanal.
Das muß so nicht sein, es gibt auch manchmal die Oberflächenversickerung. Das kommt u.a. in Wasserschutzgebieten vor.
Dann brauchts fast nen Gartenteich mit Sumpfzone, es gibt auch andere Lösungen, die dann nur ohne Goldfische und mit Mücken. :-D :-D
Baufuchs
04.10.2004, 20:13
bauhexe schrieb:
Das muß so nicht sein, es gibt auch manchmal die Oberflächenversickerung. :-D :-D
oder gleich Sickerschacht.......