HP
25.04.2003, 14:38
Aufsatz zum Wochenende oder - Wie gehe ich vor?
Anleitung für Unentschlossene und Interessierte
subjektiv aber vom Profi
Grundsätzlich: ein Haus kostet was es kostet, egal in welcher Bauweise es erstellt wird. Gleichwertige Häuser, ob vom Architekten geplant, vom Bauträger erstellt oder vom Fertighaushersteller geliefert, kosten im Endeffekt auch etwa dasselbe. Im Detail mag es Unterschiede geben, aber es ist absolut ausgeschlossen, dass ein Haus das vom einen für 250.000,-€ angeboten wird, beim anderen für 165.000,- zu haben ist. Schliesslich müssen alle auf Vor- und Lieferleistungen aus demselben Markt zurückgreifen. Bietet einer sein Haus deutlich unter Preisniveau an, kann davon ausgegangen werden, dass er seine geschäftliche Geschicklichkeit während der Bauphase unter Beweis stellen wird um doch noch auf seine Kosten zu kommen. Für den Bauherrn sicherlich eine sehr unangenehme Version.
Wird ein einfaches und kleines Haus für wenig Geld angeboten ist das natürlich plausibel. Kann dann aber auch von den Anderen so angeboten werden. Diese Überlegungen schliessen übrigens Architektenkosten mit ein, denn auch Fertighaushersteller und Bauträger müssen schließlich planen, beschäftigen dafür einen Architekten und müssen diesen bezahlen.
Für Bausatz- und Ausbauhäuser gilt ähnliches. Ein halbfertiges Haus kann natürlich jeder zum niedrigen Preis erstellen. Der Bausatz an sich ist sicherlich nicht besonders billig. Er kostet halt wenig, enthält dafür aber nur ein halbes Haus und keine Verantwortung. Bis zur Fertigstellung werden Sie feststellen, dass auch dieses Haus das scheinbar eingesparte langsam aber unerbittlich aus Ihrer Geldbörse zieht. Dass Sie aber unendlich viel mehr Arbeit, Zeit und Nerven investiert haben, dass für Ihre Hütte nur simpelste Konstruktionen und Ausführungen in Frage kamen, weil Ihnen als Selberbauer Produktionsmethoden und -technologien moderner Bautechnik gar nicht zur Verfügung stehen und dass Sie schliesslich und endlich niemanden haben, der für den Murks, der Ihnen oder Ihren Samstagnachmittagshelfern unterlaufen ist, geradesteht. Wenn Ihnen nach dem ersten Winter der Putz runterfällt, kaufen Sie sich halt wieder einen neuen. Aber diesmal lassen Sie ihn vielleicht von einem Fachmann anbringen, denn Sie haben mittlerweile wahrscheinlich gelernt, dass es keine effizientere Methode gibt als mit dem guten Geld, das Sie als Fachmann in Ihrem Beruf verdienen, einen Baufachmann zu bezahlen, der wiederum seinen Job gut macht und das noch doppelt so schnell als Sie.
Die Entscheidung über die Vorgehensweise ist deshalb nicht aus finanziellen Gründen zu treffen. Es gibt dafür andere Gründe.
Ein guter Bauträger bietet beispielsweise genau das Haus an, das sie schon immer haben wollten und das zum akzeptablen Preis, auf einem Grundstück, das Ihnen gefällt und der Fertigstellungstermin entspricht genau Ihrem Wunsch. Dann sollten Sie wohl zugreifen.
Ähnliches gilt für den Fertighaushersteller. In seinem Katalog finden Sie ein Haus an dem Sie nix auszusetzen haben, überdies haben Sie Bammel vor der Bauphase, es graust Sie wenn Sie an die Baustelle nur denken und möchten lieber gestern als heute einziehen. Dann liegen Sie mit dem Fertighaus sicherlich richtig.
Möchten Sie sich mit dem Thema Hausbau aber etwas vielschichtiger beschäftigen, Ihre Gedanken auch vor den weiterreichenden Hintergründen Technik Markt Gesellschaft Ökologie Architektur entwickeln, und wünschen sich dafür einen Fachmann zur Beratung und einen verantwortlichen und kompetenten Vertreter für die geschäftliche Abwicklung, dann sollten Sie wohl zu einem Architekten gehen.
Schönen Gruss
HP
Anleitung für Unentschlossene und Interessierte
subjektiv aber vom Profi
Grundsätzlich: ein Haus kostet was es kostet, egal in welcher Bauweise es erstellt wird. Gleichwertige Häuser, ob vom Architekten geplant, vom Bauträger erstellt oder vom Fertighaushersteller geliefert, kosten im Endeffekt auch etwa dasselbe. Im Detail mag es Unterschiede geben, aber es ist absolut ausgeschlossen, dass ein Haus das vom einen für 250.000,-€ angeboten wird, beim anderen für 165.000,- zu haben ist. Schliesslich müssen alle auf Vor- und Lieferleistungen aus demselben Markt zurückgreifen. Bietet einer sein Haus deutlich unter Preisniveau an, kann davon ausgegangen werden, dass er seine geschäftliche Geschicklichkeit während der Bauphase unter Beweis stellen wird um doch noch auf seine Kosten zu kommen. Für den Bauherrn sicherlich eine sehr unangenehme Version.
Wird ein einfaches und kleines Haus für wenig Geld angeboten ist das natürlich plausibel. Kann dann aber auch von den Anderen so angeboten werden. Diese Überlegungen schliessen übrigens Architektenkosten mit ein, denn auch Fertighaushersteller und Bauträger müssen schließlich planen, beschäftigen dafür einen Architekten und müssen diesen bezahlen.
Für Bausatz- und Ausbauhäuser gilt ähnliches. Ein halbfertiges Haus kann natürlich jeder zum niedrigen Preis erstellen. Der Bausatz an sich ist sicherlich nicht besonders billig. Er kostet halt wenig, enthält dafür aber nur ein halbes Haus und keine Verantwortung. Bis zur Fertigstellung werden Sie feststellen, dass auch dieses Haus das scheinbar eingesparte langsam aber unerbittlich aus Ihrer Geldbörse zieht. Dass Sie aber unendlich viel mehr Arbeit, Zeit und Nerven investiert haben, dass für Ihre Hütte nur simpelste Konstruktionen und Ausführungen in Frage kamen, weil Ihnen als Selberbauer Produktionsmethoden und -technologien moderner Bautechnik gar nicht zur Verfügung stehen und dass Sie schliesslich und endlich niemanden haben, der für den Murks, der Ihnen oder Ihren Samstagnachmittagshelfern unterlaufen ist, geradesteht. Wenn Ihnen nach dem ersten Winter der Putz runterfällt, kaufen Sie sich halt wieder einen neuen. Aber diesmal lassen Sie ihn vielleicht von einem Fachmann anbringen, denn Sie haben mittlerweile wahrscheinlich gelernt, dass es keine effizientere Methode gibt als mit dem guten Geld, das Sie als Fachmann in Ihrem Beruf verdienen, einen Baufachmann zu bezahlen, der wiederum seinen Job gut macht und das noch doppelt so schnell als Sie.
Die Entscheidung über die Vorgehensweise ist deshalb nicht aus finanziellen Gründen zu treffen. Es gibt dafür andere Gründe.
Ein guter Bauträger bietet beispielsweise genau das Haus an, das sie schon immer haben wollten und das zum akzeptablen Preis, auf einem Grundstück, das Ihnen gefällt und der Fertigstellungstermin entspricht genau Ihrem Wunsch. Dann sollten Sie wohl zugreifen.
Ähnliches gilt für den Fertighaushersteller. In seinem Katalog finden Sie ein Haus an dem Sie nix auszusetzen haben, überdies haben Sie Bammel vor der Bauphase, es graust Sie wenn Sie an die Baustelle nur denken und möchten lieber gestern als heute einziehen. Dann liegen Sie mit dem Fertighaus sicherlich richtig.
Möchten Sie sich mit dem Thema Hausbau aber etwas vielschichtiger beschäftigen, Ihre Gedanken auch vor den weiterreichenden Hintergründen Technik Markt Gesellschaft Ökologie Architektur entwickeln, und wünschen sich dafür einen Fachmann zur Beratung und einen verantwortlichen und kompetenten Vertreter für die geschäftliche Abwicklung, dann sollten Sie wohl zu einem Architekten gehen.
Schönen Gruss
HP