Zur fugenlosen Veredelung von Wänden, Stuckprofilen, Säulen, Möbeln... Gelber Sandstein strahlt eine warme, freundliche Atmosphäre, aber auch einen Hauch von Luxus aus. Sandsteinbauten prägen daher das Stadtbild prachtvoller Innenstädte.
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Bild: ammonyt.de
Von Berlin bis Dresden, von Heidelberg bis Nürnberg. Aus technischen Gründen wurde Sandstein allerdings bislang selten in Innenbereichen eingesetzt. Das könnte sich jetzt ändern. Denn dank eines neuen Verfahrens gelingt es nun echten Sandstein in ganz dünnen Bahnen – von nur 3 Millimeter Stärke – herzustellen. Nach Erhitzung passt sich dieser Naturstein nahezu jeder Kontur an, und zwar fugenlos. Wände, Stuckprofile, Säulen, Tische, Ecken, Rundungen... ja jedes beliebige Objekt kann man auf diese Weise „versteinern“. Dabei macht es keinen Unterschied, ob das Objekt aus Beton, Holz, Gips oder Kunststoff ist.
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Das Ausgangsmaterial für flexiblen Sandstein ist ein – nach erdgeschichtlichen Maßstäben mit zwei bis drei Millionen Jahren sehr junger - Sandstein mit dem Namen Ammonyt. Er ist besonders rein, also frei von Lehmablagerungen beispielsweise. Seine dekorativen Farbstrukturen erhält er durch Sediment- und Erzablagerungen sowie Verkohlungen, die sich als Adern abzeichnen.
Bild: ammonyt.de
Dank eines neuen Verfahrens werden im Steinbruch 3 mm dünne Bahnen des Sandsteins regelrecht abgeschält. Die so entstehenden Bahnen lassen sich nahezu auf jedem Untergrund aufbringen. Struktur und Charakter des Sandsteins bleiben dabei voll erhalten. Aufgrund der riesigen Vorkommen gibt es den Ammonyt Sandstein in vier verschiedenen, wunderschönen Texturen. Neben der naturbelassenen Oberfläche werden die Bahnen auch versiegelt geliefert. Mit einer Teflonbeschichtung wird beispielsweise ein Härtegrad erreicht, der den Einsatz selbst in stark frequentierten Verkehrsbereichen und im Spritzwasserbereich zulässt.