Ein Mythos umgibt diese alte marokkanische Putztechnik. Faszinierend und attraktiv sind die Oberflächen aus Tadelakt, die von Kreidezeit, nach historischen Vorbildern und Rezepturen, wiederbelebt wurden.
Anzeige
Wer einmal eine Wand, eine Badewanne, ein Waschbecken oder einen Kamin aus dieser schimmernden und unverwechselbaren Oberfläche gesehen und angefasst hat, wird davon nicht mehr loskommen.
Was ist eigentlich Tadelakt? Das ist eine marokkanische Putztechnik, die es schon seit Jahrhunderten gibt. Zunächst wurde diese Technik zur Abdichtung in Zisternen, die zur Aufbewahrung des Trinkwassers dienten, entwickelt und angewendet. Dann wurde Tadelakt in den Hammams, den exklusiven orientalischen Badetempeln, und in Palästen ausgeführt. Dabei wird ein spezieller Kalk als Putz aufgetragen, mit Steinen verdichtet und so auf Glanz gebracht. Dieser ganz besondere - mit kalkechten Pigmenten abgetönte - Kalkputz wird in Marokko jedoch nicht nur auf Wänden im Innen- und Außenbereich verwendet, sondern auch für Fußböden, Badewannen, auf Tischplatten und in orientalischen Badeanlagen.
Durch die besondere Art der Verarbeitung entsteht eine lebendige Oberfläche, deren Farbe sich je nach Lichteinfall verändert. Der einzigartige Glanz und die Wasserundurchlässigkeit werden durch sorgfältiges Polieren mit einem Achat- oder Keramikstein erreicht. Diese schimmernden Oberflächen üben einen schwierig zu beschreibenden Reiz aus, dem sich so gut wie niemand entziehen kann. Man verspürt sofort das Verlangen diese Flächen anzufassen.