Was
früher noch als Luxus galt, empfiehlt sich heute aufgrund seiner zahlreichen
Nutzungs- und Verwendungsmöglichkeiten beinahe jedem Hausbesitzer:
der Wintergarten.
Der Wintergarten
In den meisten Fällen wird der gläserne Anbau als erweiterter
Wohnraum genutzt, in dem sich bereits im Frühjahr oder
noch im Herbst - unabhängig von den Temperaturen draußen -
die Sonnenstrahlen genießen lassen. Dem Bauherr bietet sich
am einfachsten ein Baukastensystem
an, das sich dank der vielseitigen Kombinationsmöglichkeiten
nach seinen individellen Vorstellungen erstellen lässt.
Das technische Zubehör sorgt für ein angenehmes
Raumklima.
Foto: Schennjesse
Voraussetzung für den Bau eines Wintergartens
bildet die Genehmigung der Gemeinde-
und Stadtverwaltung.
Als genehmigungsfrei gelten in manchen
Bundesländern wie beispielsweise in Sachsen eingeschossige
Glasanbauten unter 30 Quadratmetern Grundfläche, wenn keine
anderen Bestimmungen, zum Beispiel bezüglich des Denkmalschutzes,
entgegenstehen und die Abstandsflächen eingehalten werden.
Der jeweilige Bebauungsplan eines Grundstücks sowie das zuständige
Bauamt geben Auskunft darüber, welche Veränderungen zulässig
sind beziehungsweise eine Genehmigung voraussetzen. Steht
einem Glasanbau nichts entgegen, sind anhand eines Lageplanes
Fragen betreffs des Abstands zur Straße und zu den Nachbargrundstücken
zu klären.
Die Nutzung und Ausstattung eines
Wintergartens
Ein weiteres wichtiges Kriterium bildet die Nutzung und somit
die Ausstattung des Wintergartens. Soll er als zusätzlicher
Wohnraum genutzt werden, und dies trifft in den meisten Fällen
zu, ist eine entsprechende Planung vonnöten. Das heißt, es empfiehlt
sich von vornherein Wärmeschutzglas
und eine Wärmequelle vorzusehen. Finden diese Aspekte
keine Beachtung, muss der Bauherr bei nachträglichen Isoliermaßnahmen
oder beim späteren Einbau einer Heizung zum Schutz vor winterlichen
Temperaturen mit höheren Kosten rechnen. Verzichtet der Bauherr
jedoch auf eine Nutzung als ganzjährigen Wohnraum, sollte er
auf preisgünstigere Materialien mit weniger Isolierwirkung zurückgreifen.