Der Bau des Wintergartens erfolgt "von
oben nach unten".
Fotos. Schennjesse
Die Montage
Die Arbeiten an diesem Wintergarten erfolgen von oben
nach unten. Im ersten Arbeitsschritt installiert der Bauherr
die Dachkonstruktion des Glasanbaus,
bei der ausschließlich verwindungsfreie und tragstarke Brettschichthölzer,
sogenannte Leimbinder, Verwendung finden. Dafür bringt er
den Träger, der später die Dachsparren des Wintergartens aufnimmt,
am Haus an.
Je
nach Art des geplanten Anbaus kommen dabei unterschiedliche
Träger in Frage - beispielsweise die Variante, die auf der linken
und der rechten Seite Abwalmträger aufweist,
deren Neigungswinkel sich aus dem vom Hersteller komplett vorgefertigten
Bauteil ergibt. Zunächst bestimmt der Bauherr
mit Hilfe der mitgelieferten Bauunterlagen die präzise
Anbauhöhe des Trägers.
Das Fundament bildet verrottungsfestes Hartholz
und eine kleine Betonplatte.
Bevor er diesen jedoch an der Hauswand befestigt,
steckt er für die spätere Installation der
Sparren die dafür notwendigen Metallverbindungsteile durch
die bereits vorgefertigten Bohrungen
des Trägers. Anschließend widmet sich der Bauherr der Montage der
Leimbinder-Dachsparren, deren Kennzeichnung auf der Oberseite auf
ihren Kopf- beziehungsweise auf ihren Fußpunkt hinweist. Anhand
spezieller Ringdübel gesichert und verschraubt, sind diese zunächst
behelfsmäßig mit Schraubzwingen und Dachlatten abzustützen. Durch
diese Ringdübel werden ebenfalls die vorderen Träger an den freien
Enden der Dachsparren gesichert und aufgeschraubt. Anschließend
zieht der Bauherr noch einmal alle in der komplett erstellten Dachkonstruktion
angeordneten Schraubverbindungen
nach und kontrolliert mittels einer Wasserwaage die exakte Ausrichtung
des Gerüstes.
Danach lassen sich die Seitenelemente, von
der einen zur anderen Seite der Hauswand vorgehend und ohne auf
zusätzliche Stützen zurückzugreifen, unter den Traufenträger montieren.
Dabei verbindet der Bauherr die oben und unten mit einem Falz versehenen
und seitlich durch Nut und Feder geführten Elemente an den Seiten
miteinander und nach oben mit dem Traufenträger. Anschließend bringt
er mit Hilfe der unteren Nut die vorgefertigte Hartholzschwelle
unter den Elementen an und installiert daraufhin die Fundamentpfeiler
an der Unterseite der Schwelle. Aus verrottungsfestem Hartholz der
Resistenzklasse I bestehend und circa 90 Zentimeter lang, werden
sie jeweils an der Stelle auf einer kleinen Betonplatte im Boden
plaziert, an der zwei Elementrahmen aneinanderstoßen, und sorgen
für eine frostfreie Gründung. Um auch den Innenraum vor
Frost zu schützen, setzt der Bauherr nun noch gegen Verrottung
resistente Foamglas-Isolierplatten im Erdreich ein.
Im darauffolgenden Arbeitsgang nimmt der Selbstbauer
die Verglasung des Daches vor. In
Frage kommt hierbei der Einsatz von Lichtplatten oder von Glasscheiben
- die Entscheidung trifft der Bauherr selbst. Als besonderes Merkmal
der Dachkonstruktion erweist sich ihre optisch ansprechende und
statisch abgestimmte Kassettenunterteilung,
die für schlanke Sparrenprofile sorgt. Ist das Dach komplett eingedeckt,
werden noch die Dachrinne und die Blende angebracht. Die Rinne verlegt
der Bauherr waagerecht und ohne Halter in dem vorgesehenen Blendbett.
Dafür lässt er Aluminiumdübel in den bereits vorgebohrten Träger-Ringbalken
ein, auf denen die Rinne dann eingeklemmt unter dem Überstand der
Dacheindeckung liegt. Dann setzt er die einzelnen Blendenteile auf
die Aluminiumdübel auf und fügt sie zusammen. Abschließend versieht
der Selbstbauer die jeweiligen Elemente mit den noch ausstehenden
Seitengläsern. Dabei bietet sich ihm eine
spezielle Trockenverglasung des Herstellers an, die selbst
Laien eine problemlose Versiegelung ermöglicht.