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Private Freiräume gestalten mit dem Nostalit® - Pflastersystem

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In der Praxis trifft man immer wieder auf Pflasterflächen, bei denen die Steine so eng verlegt wurden, dass gerade noch ein Blatt Papier in die Fugen passt. Das mag zwar Material und Arbeitszeit sparen, hat aber den großen Nachteil, dass die Pflasterfläche kein Tragverhalten entwickeln kann. Die Querkraftübertragung ist nur bei ausreichendem Fugenabstand und bei Verwendung geeigneten Fugenmaterials gewährleistet. Die Pflasterfläche „lebt“ und muss sich an Belastungen anpassen können. Die Hersteller nennen jeweils zum Steinsystem passende Fugenabstände, die beim Verlegen unbedingt einzuhalten sind.

Praxistipp: Knirsch- oder pressverlegte Betonpflastersteine können nicht ausreichend mit Fugenmaterial verfüllt werden. Fugenbreiten zwischen 3 und 5 mm sind je nach Steinsystem sicher zu stellen. Vollständig verfüllte Fugen sorgen für das richtige Tragverhalten der Fläche und gleichen unvermeidbare Fertigungstoleranzen aus.


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Pflasterfläche verfugen
Verfugen der Pflasterfläche
Welches Material ist für das Verfugen geeignet? Der Fachmann spricht hier von „Filterstabilität“ und achtet darauf, für die Bettung und für die Fugen möglichst das gleiche Material zu verwenden. Hat das Fugenmaterial z.B. eine deutlich geringere Körnung oder weist einen hohen Feinkornanteil auf, ist ein Abwandern in die Bettung vorprogrammiert. Man spricht von mangelnder Filterstabilität.

Bei einer hohen Belastung der Fläche ist zusätzlich auf die richtige Materialauswahl zu achten. Weiches Kalkgestein ist z.B. völlig ungeeignet.

Unter dynamischen Belastungen kann eine Kornzertrümmerung stattfinden und das nach unten wandernde Material die Bettung mörtelähnlich erhärten. Die Folge: Die Wasserdurchlässigkeit geht verloren und die Steine wackeln.
Klaus Schmeisser: "Die Fugen haben wir kontinuierlich mit dem Fortschreiten der Verlegearbeiten verfüllt. Das Material wurde eingekehrt - allerdings achteten wir auf trockenes Wetter und auf trockenes Material." Alternativ dazu kann das Material auch unter Wasserzugabe eingeschlämmt werden.

Ein Hersteller von Pflasterverlegemaschinen bietet dazu ein kleines, handgeführtes Gerät mit Wasseranschluss und rotierenden Besenkreuzen. Bei größeren Flächen unbedingt zu empfehlen!

Praxistipp: Kehren Sie nach dem Verfugen überschüssiges Material sehr sauber ab, da der Splitt beim anschließenden Abrütteln die Oberfläche des Pflasters sehr unschön verändern kann.


Abrütteln der Pflasterfläche
Für das Abrütteln benötigen Sie eine passende Vibrationsplatte, deren Leistung sich nach der Dicke der Betonpflastersteine richtet. Bei 6 cm dicken Steinen sollte das Gerät in einer Gewichtsklasse von ca. 130 kg liegen und etwa 18 bis 20 kN Zentrifugalkraft erzeugen, bei 8er und 10er Pflaster etwa 20 bis 30 kN bei einem Gewicht von 170 bis 200 kg.

Praxistipp: Wenn das Gerät mit zusätzlichen Verbreiterungen, Anbauplatten oder wie auch immer genannt ausgestattet ist – umso besser! Damit verteilt sich die Zentrifugalkraft auf eine breitere Fläche. Was Sie beim Einrütteln von Betonsteinpflaster immer benötigen, ist eine unter die Grundplatte des Gerätes gespannte Polyurethanmatte! Die Steine werden damit geschont und Ihr Nachbar freut sich über die geringere Lärmentwicklung.


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