Jedem Weg sein Pflaster
Die Entscheidung für ein Material hängt nicht ausschließlich
von den Vorlieben des Hausbesitzers, sondern auch von der
jeweiligen Beanspruchung ab, der die Wege ausgesetzt sind.
Viel begangene Wege sollten aus grobem Kies oder Stein gebaut
werden, damit sie der täglichen Belastung jahrelang standhalten.
Pflastersteine aus Beton sind beispielsweise in zahlreichen
Ausführungen erhältlich und auch für geschwungene
Wege geeignet. Die leicht abgerundete, unregelmäßig
wirkende Form der Steine lässt Reihenverbände ebenso
zu wie Fächer oder Kreise. Unterschiedliche Größen
und Ausführungen eignen sich für die verschiedensten
Bereiche, zu denen die Garageneinfahrt ebenso gehören
kann wie der Stellplatz neben dem Haus.
Natursteine sind in den unterschiedlichsten Größen
ab etwa 10,5 x 10,5 cm und in den Farben Rot, Rot nuanciert,
Braun nuanciert und Anthrazit, zum Teil auch nur in den Farben
Graphitgrau und Alt-Rosé erhältlich.
Einen besonders ästhetischen Kontrast
bilden vielfältige Formen von Pflasterklinkern mit weißem
Fugenmaterial
Fotos: Hagemeister Crealit
Schnell und rationell: Pflasterplatten
Wer größere Flächen zu pflastern hat, kann auf vorgefertigte
Pflasterplatten zurückgreifen, mit denen die Arbeit schnell
vorangeht. Sechs Steine setzen sich zu einer Platte von etwa 30
x 30 cm zusammen und ermöglichen ein schnelles, rationelles
Verlegen. Dabei beginnt man grundsätzlich an der engsten und
kompliziertesten Stelle im Garten und legt die erste Platte beispielsweise
unmittelbar am Terrassenbereich an.
Alle weiteren Platten werden nun passgenau, das heißt mit
gleichbleibendem Abstand zueinander, in Richtung Garten, also vom
Haus weg, verlegt. Wer seine Platten vom Garten in Richtung Haus
verlegt, riskiert, dass sich der Weg eventuell nicht akkurat der
Terrasse anschließt, weil das Augenmaß überschätzt
wurde.
Die zwischen den einzelnen Steinen freigelassenen Fugen innerhalb
einer Platte sowie die zwischen den Platten entstehenden Fugen werden
nach dem exakten Verlegen der Platten durch Einsanden und Einschlämmen
geschlossen, so dass der Eindruck eines "natürlichen"
Belages entsteht.
Verbindet sich die Fugenmasse mit dem Erdboden, mogeln sich über
kurz oder lang Gräser durch die Fugen, die den Eindruck eines
"natürlichen" Bodenbelags noch verstärken.
Wer sich jedoch einen nahtlos gepflasterten Bodenbelag wünscht,
sollte Steine wählen, deren Form ein nahezu fugenloses Verlegen
erlaubt. Achteckplatten, Rechteckpflaster, Waben und Riemchen lassen
sich passgenau aneinanderreihen und fügen sich so zu einer
ebenen, gleichmäßig wirkenden Fläche zusammen. Auch
hier kann der Gartenbauer zwischen unterschiedlichen Größen
und Farben wählen, mit denen sich auch große Flächen
variationsreich gestalten lassen.