Holzschrauben mit Sechskantkopf dienen zur Montage der Pfostenfüße
im Abstand der Einzelfundamente. Sie werden mit einem Spiralbohrer,
möglichst mit einem Holzbohrer, auf etwa ¿ der Schraubenlänge
im Holz und dem Durchmesser des Schraubenkerns vorgebohrt. Mit
einer Zwinge befestigte Kopfplatten können dabei als Bohrlehre
dienen. Nach dem Befestigen wird der Balken in seine richtige
Lage gedreht, wobei die Füße in die Aussparungen
der Fundamente ragen. Sie sollten mindestens 15 cm einbinden.
Mit einem geeigneten Unterbau, z.B. Balken- und Brettabschnitten
und einem langen Brett, das hochkant über die Fundamente
gelegt und durch Unterlegen grob ausgerichtet wird (siehe Abb.
unten!), können nun die Balken millimetergenau in Höhe,
Waage und Flucht eingerichtet werden. Nachdem Unterbau und Balkenlage
mit Zwingen und angeschraubten Hölzern stabil miteinander
verbunden sind, können die Löcher im Fundament mit
Beton verfüllt werden.
Der Beton ist als Fertigmischung im Baumarkt zu bekommen und
muss nur noch entsprechend der Anweisung auf dem Gebinde mit
Wasser angerührt werden. Durch ausgiebiges Stochern, am
besten mit einem kurzen, dünnen Stück gerippten Baustahl
o.ä., wird der Feinbeton so lange verdichtet, bis möglichst
keine Luftblasen mehr aufsteigen. Es entsteht dabei eine wässrige,
glatte Oberfläche, die erforderlichenfalls nachgefüllt
wird, bis sie flächengleich mit der Kelle an der Oberkante
des Fundaments abgestrichen werden kann.
Der Beton sollte nun 3, besser 5 Tage aushärten können,
bevor an der Unterkonstruktion vorsichtig weitergearbeitet wird.
Zur Orientierung: Beton, der nach Norm hergestellt und verarbeitet
wird, erreicht seine Nennfestigkeit nach 4 Wochen.
Deshalb wird diese Zeit für die Herstellung der Roste des
Gehbelags genutzt. Erst vor dem Auflegen der Roste sollte die
Abdeckung der Tragkonstruktion befestigt werden.
Die Roste werden auf einem stabilen, eben stehenden Arbeitstisch
vormontiert, ggf. auf Kanthölzern, die auf 2 Böcken
befestigt sind. Alle Stirnseiten der Bretter müssen exakt
rechtwinklig nachgeschnitten werden. Das geht gut mit einer
Kapp- und Gehrungssäge.
Die Bretter liegen zur Montage mit der Unterseite nach oben.
Dazwischen werden jeweils 5 bis 10 mm dicke Abstandshölzchen
gesteckt, um einen gleichmäßigen Fugenabstand zu
erhalten. Mit Gurtbandzwingen (hier ein einfacher Spanngurt
aus dem Auto), Schraubzwingen und Brettern lassen sich auch
etwas verzogene Bretter leicht zusammenziehen und fixieren.
Die auf das Maß der Roste, abzüglich 4 cm für
den Überstand der Bretter, abgelängten Rahmenhölzer
(z.B. 60 x 40 mm) werden beim Randdeck am Außenrand in
einem Abstand von Aa = 2 cm und an den Innenrändern in
einem Abstand aufgeschraubt, der sich aus halber Fugen- plus
Abdeckungsbreite zuzüglich der Dicke des Abstandhalters
zusammensetzt (A i ). Als Abstandhalter eignen sich kleine Streifen
aus der 8 mm dicken Noeprene-Trennlage.
Die Befestigung erfolgt mit zwei versetzt angeordneten selbstbohrenden
Schrauben je Brett (Länge: Dicke der Hölzer -- 5 mm).
Der Abstand der Schrauben vom Brettrand und vom Rand des Rahmenholzes
sollte mindestens 20 mm betragen. Ein Vorbohren der Rahmenhölzer
mit dem Kerndurchmesser der Schrauben ist sinnvoll. Dadurch
wird die Verschraubung präziser und stabiler und außerdem
ein Aufreißen der Hölzer verhindert.