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- Gartenteiche
Gartenteiche
- Die häufigsten Fragen
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Nur weil man in einem Teich schwimmen kann, ist er noch lange kein
Schwimmteich. Er braucht zwei bis drei Jahre, bis er sein optimales
Gleichgewicht findet. Wenn nicht, gibts Stress.
Deshalb einige Antworten von Norbert Jorek auf die häufigsten
Fragen zum Thema.
- Wie tief muss ein Teich sein?
Ab einem Meter kann man schwimmen, 1,30 bis 1,50 Meter reichen völlig
aus. Zu tiefe Teiche sind sinnlos, sie machen u. U. auch rechtliche
Probleme. Der Sicherheitsaspekt muss besonders beachtet werden, wenn
Kindern und deren Freunde im Garten spielen.
-Muss man den Schwimmbereich abteilen?
Nein. Manche Systeme arbeiten mit Mauern, Holzabtrennungen und "Teichsäcken".
Das ist alles unnötiger Aufwand und oft auch ein Haltbarkeitsproblem.
- Muss man unter der Folie betonieren?
Nicht nötig. Der Wasserdruck presst die Folie so an die Wand,
dass sich fast jeder Boden wie eine Betonwand verhält.
- Wie lange dauert der Bau eines Schwimmteiches?
Das hängt ab von der Baustellenorganisation. So läuft es
optimal: Am ersten Tag hebt der Bagger die die Grube aus, und Sie
messen den Folienbedarf. Am darauf folgenden Tag verschicken wir das
Baumaterial. In den maximal zwei Tagen, bis es bei Ihnen eintrifft,
machen Sie die Feinarbeiten.
Der Einbau der Folie dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Dazu braucht man
keine Profis, ein paar Freunde reichen. Anschließend verlegen
Sie das Saugrohr zum Filtergraben. Am nächsten Tag kann angestaut
werden.
Während das Wasser einläuft, bauen Sie die Dammdurchführung
ein und modellieren den Filtergraben. Für die Ufergestaltung
und Bepflanzung sind etwa eine Stunde pro Meter Uferlänge einzuplanen.
Meist ist in ein bis zwei Wochen alles erledigt.
- Was sind die häufigsten Tücken?
Wer bauen lässt, hofft, dass alles gut wird. Oft ein Irrtum,
wenn zum Beispiel Details der Ufergestaltung nicht präzise vereinbart
werden.
Viele Verträge sind so schwammig, dass eigentlich nur eine folienbedeckte
Grube gekauft wird.
Weil Ufer oft falsch gebaut werden, braucht man Steine, um die Fehler
zu verdecken. Ein teurer Irrtum: Die nachträglich gekauften Kieselsteine
können die Kosten des ganzen Teiches leicht übertreffen.
Viele Vorschläge sind in sich unlogisch und unrealistisch. Ich
denke da an Angebote wie 30 Tonnen Kies in einem Folienbecken zu versenken.
Die gibt es tatsächlich! Mal von den Summen abgesehen, die das
kosten würde - wer will diese Tonnen umschaufeln und reinigen,
wenn sich die Hohlräume mit Schlamm zugesetzt haben?
Viele so genannte Teichbau-Profis vernachlässigen das Thema Bodensatz.
Durch Erdpartikel, Blütenstaub, Pflanzenteile bildet sich jedes
Jahr eine 1 bis 3 mm starke Schicht auf dem Boden des Teiches.
Von Bodenabläufen, Sediment-Schächten oder höher liegenden
Filterteichen halte ich nicht viel. Das bessere Verfahren ist eine
kontinuierliche Schlammentnahme durch eine Pumpe. Sie verhindert,
dass sich hohe Schlammschichten aufbauen und der Teich leergepumpt
werden muss. Irgendwann ist nur mal der Filtergraben zu entschlammen,
der Teich bleibt über Jahrzehnte ungestört.
- Weshalb sind viele Profi-Lösungen so teuer?
Die Stundenlöhne der Garten- und Landschaftsbauer sind in der
Regel der größte Posten, aber es werden häufig auch
kostentreibende Dinge wie Teichsäcke, Unmengen Kies etc. eingebaut.
Hinzu kommen noch vorher nicht genau vereinbarte Sonderleistungen.
Viele Systemanbieter machen keine detaillierten Abrechnungen, sondern
erstellen den Teich zu einem Festpreis. Vorsicht: Gerade im Garten-
und Landschaftsbau sieht die schnelle Lösung zunächst genau
so aus wie die stabile Langzeit-Konstruktion.