Yin und Yang im Gleichgewicht
Ein lebendiger Garten muss Abwechslung bieten: Das Auge kann sich
dann an markanten Punkten festhalten,während es durch den Garten wandert.
Uneinsehbare Bereiche, halb verborgen, zum Beispiel hinter den tiefhängenden
Zweigen einer kleinen Birke regen die Fantasie an und machen den Garten
erst interessant. Hohe und niedrige Pflanzen können wie die Kulissen
eines Theaters gestaffelt werden,sonnige Rasenflächen sich abechseln
mit schattigen Zonen. Gestalten mit Gegensätzen macht den Garten unverwechselbar.
In der Sprache des Feng Shui:Yin und Yang ins Gleichgewicht bringen.
Rasen und Flächen mit Bodendeckern kommen erst im Kontrast mit markanten
Einzelgewächsen zur vollen Wirkung. Entsprechend sollten Laub-und
Nadelgehölze benachbart erden, immergrüne und winterkahle Sträucher,
blühende und nichtblühende Pflanzen. Plattenwege zwischen Rasen und
Beeten, Pfade aus Rindenmulch zwischen den Sträuchern. Großgiges wechselt
mit Kleinteiligem.
Eine
Arbeitssituation: Zaun und Torbogen trennen, laden aber niemaden aus.
Foto: Brügmann
Es ist überaus lohnend, auf diese Weise mehrere Gartenräume mit unterschiedlichem
Charakter zu schaffen. Zu guter Letzt: Die Pflege ist ebenso wichtig
wie die Neuplanung: Ein Garten wird mit dem Spaten gepflanzt und mit
der Axt gepflegt lautet eine alte Gärtnerweisheit. Ungepflegte Gärten
bedrängen das Haus. Durch unterlassenen Gehölzschnitt werden mehr
Gärten verdorben als durch zu häufigen Einsatz von Schere, Axt und
Säge. Gutes Feng Shui im Garten bedeutet eben auch, das Gleichgewicht
der Kräfte immer wieder neu zu schaffen!