Pflanzen oder Steine
Warum nicht beides?
Zwei Faustregeln: Ein Sichtschutz muss um so höher sein, je weiter
er vom Betrachter entfernt ist. Und: Die ausgewachsene Pflanze sollte
nie höher sein als ihr Abstand zum Haus, besser noch etwas kleiner.
Ausnahmen gelten nur für beschnittene Pflanzen. Bäume jeder Art
haben in den meist kleinen Vorgärten nichts verloren. Ein ausgewogenes
Verhältnis von immergrünen und laubabwerfenden Pflanzen, von Stauden
und Gehölzen, von hohen und niedrigen Gewächsen sollte beachtet
werden, damit durch Abwechslung in Farben und Formen der Garten
zu leben beginnt.
Und es
muss nicht immer ein Vorgarten sein: Gepflastert, mit Sitzbank
am Haus, Brunnen sowie einzelnen Sträuchern und Findlingen kann
ein Vorplatz ein attraktiver Übergang zum städtischen Umfeld
sein. Pflegeleicht und insbesondere von Kindern begeistert angenommen.
Nur als Parkplatz ist der Raum vor dem Haus zu kostbar.
Ein schöner Eingang: freie Sicht nach vorn und Platz vor
der Haustür-da wohnt es sich angenehm.
Foto: Emil v. Elling
Aus dem Esszimmer fällt der Blick auf die Terrasse,die sich
in die Rasenfläche schiebt. Diese ist seitlich von immergrünen
Rhododendronbüschen eingefasst, die an der Grenze von einigen
ebenfalls immergrünen Eibenbäumen noch überragt werden. Von
Mai bis Juni blühen die Rhododendren.Dann erden auch drei kleine
Beete mit Fleißigen Lieschen bepflanzt, die im Herbst gegen
Heidekraut ausgewechselt erden. Ein Blick genügt und man hat
genug von diesem Garten. Ein Monat bunte Eintönigkeit, elf Monate
grüne Langeweile: Leblos, monoton, abweisend. Ohne Raum für
Fantasie und die kostbare Lebensenergie. Dort kann das Chi sich
nicht sammeln und somit auch den Bewohnern nicht zugute kommen.
Es geht auch anders.