Der Weg des Chi soll ein sanfter
Fluss sein
Zwischen Hauseingang und Straße liegt der wichtigste
Garten.Ihn betreten wir täglich, Besucher, Postzusteller und Lieferanten
gehen hindurch, er verbindet den Privatbereich mit der Außenwelt
und trennt zugleich. Außerdem ist er unsere Visitenkarte, dort präsentieren
wir uns unseren Mitmenschen. Und nicht zuletzt laden wir uns im
Vorgarten mit der Energie oder Atmosphäre auf, die wir dann auch
ins Haus tragen. Schnurgerade sollte der Weg nicht sein, dies beschleunigt
das dort fließende Chi so stark, dass der Eingang geradezu unter
Beschuss genommen wird und langweilig wirkt.
Ein sanft
geschwungener Weg entspricht unserer natürlichen Fortbewegungsweise
und eine Aufweitung vor der Haustüre wirkt lebendiger. Reicht
der Platz hierfür nicht, so entschärfen überhängende Pflanzen
die scharfe Kante. Die nutzbare Breite des Weges soll einen
Gegenverkehr zulassen. Offen, hell und freundlich wirkt der
Weg,wenn auf hohe Bäume oder Sträucher verzichtet wird und er
bei Dunkelheit gut ausgeleuchtet ist.
Foto: Stein + Design
Der Weg sollte nicht direkt auf einen Straßenbaum oder eine
Laterne zuführen, denn dieses optische Hindernis könnte den
Schwung oder Bewohner dämpfen.Müllboxen sollten seitlich an
den Grundstücksgrenzen, nahe zur Straße platziert werden.
So wird vermieden, dass jeder,der hereinkommt, in seinem Kielwasser
die belastete, verschmutzte Energie wieder mit ins Haus bringt.