Ob
als einfache farbige Sedumfläche oder sogar als nutzbare Dachwiese,
unzählige Dachlandschaften können in blühende Gärten verwandelt werden.
Das Gründach bietet eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Alternative
zu konventionellen Dächern.
Die
Extensivbegrünung
Unter Extensivbegrünung versteht man naturnah angelegte Vegetationsformen:
Moose, Kräuter, Gräser, Sedum und niedrige Gehölze. Diese Dachflächen sind nicht nur die einfachsten, kostengünstigsten
und vor allem pflegeleichtesten Gründachflächen. Sie sind für Dachneigungen über zehn Grad auch die einzig
mögliche Variante.
Der Garten auf dem Dach.
Foto: Icopal
Als Faustregel: Mit zunehmender Dachneigung müssen die
verwendeten Pflanzen immer kleiner und einfacher werden. Dächer
mit Neigungen von 30 Grad und mehr können nur noch mit Sedum
und Moosen begrünt werden und benötigen zusätzliche Rutsch-
und Schubsicherungen.
Das Gründach bietet eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle
Alternative zu konventionellen Dächern.
Foto: Liapor
Natürliche Grenzen bilden die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion,
der Wasserabfluss sowie die Sonneneinstrahlung. Die zusätzliche
Last des Dachbegrünungsaufbaus für eine extensive Begrünung
muss ohne Vegetation mit durchschnittlich 80
bis 150 Kilogramm pro Quadratmeter berücksichtigt werden. Eine alternative Lösung für noch geringere Lasten bietet
inzwischen ein System aus einer herkömmlichen Wellplatte.
Mit einer speziellen Krallmatte versehen, bringt diese nur noch
50 Kilogramm pro Quadratmeter auf die Waage. Die Last der Vegetation (Sedum, Moose, Gräser, Kräuter)
beträgt etwa fünf bis zehn Kilogramm pro Quadratmeter.