Strahlend blauer Himmel und Sonne pur – solches Wetter lockt nach draußen. Dann haben Biergärten mit altem Baumbestand Hochkonjunktur. Hier kann man es bei hohen Temperaturen gut aushalten: Wer draußen sitzt, ist durch das grüne Blätterdach der Bäume vor zuviel Sonne geschützt. Beneidenswert, wem auch im eigenen Garten ein großer, schattenspendender Baum wächst.
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Foto: BGL/PdM
Dieses Glück haben nur wenige – schade, denn nirgends ist bei Sonnenschein der Urlaub vom Alltag so einfach möglich wie im Garten.
Grüne Dächer, grüne Wände
Relativ rasche Abhilfe bieten Kletterpflanzen, die auf unterschiedlichste Weise dazu beitragen, dass man warme Tage im Garten gut geschützt verbringen kann – geschützt vor zuviel Sonne oder auch vor neugierigen Blicken. Mit Kletterpflanzen bewachsene Lauben und Pergolen sorgen für kühlenden Schatten und verschönern gleichzeitig den Garten. Während eine Laube frei im Garten steht, ist eine klassische Pergola ein überdachter, aber offener Anbau an einem Gebäude. Zum Bau ist ein Gerüst notwendig, das den Pflanzen Halt bietet. Wegen der nach oben hin halboffenen Konstruktion können die Pflanzen den Sitzplatz überwachsen und einen luftdurchlässigen Baldachin bilden. Durch das Blätterdach entsteht ein offener Raum mit einer besonderen Atmosphäre. Er zeigt an sonnigen Tagen ein faszinierendes Wechselspiel von Licht und Schatten und ist oft der Lieblingsplatz im Garten.
Schön und nützlich
Kletterpflanzen benötigen nur wenig Grundfläche, denn sie wachsen in die Höhe. Sommergrüne Kletterer wie Wilder Wein lassen die Jahreszeiten besonders intensiv miterleben; immergrüne wie Efeu bedecken dagegen auch im Winter wie ein wärmender Mantel Wände und Mauern. Die Verwendung von Kletterpflanzen hat eine lange Tradition und lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen. Sie war im mediterranen Raum weit verbreitet. In Ägypten gab es bereits vor rund 4.000 Jahren Weinlauben, die Schatten spendeten und es zusätzlich ermöglichten, Trauben zu ernten. Aus dem Mittelalter ist bekannt, dass Lauben nicht nur mit Wein, sondern auch mit Kletterrosen und Geißblatt begrünt wurden. In der Renaissance waren mit Kletterpflanzen bewachsene Pergolen, Spaliere und Lauben wichtige Gestaltungsmittel im Garten. Heutzutage kommen Kletterpflanzen dem Trend, den Garten als Erweiterung des Wohnraumes zu nutzen, entgegen. Bewachsene Rankgitter zum Beispiel schützen Terrassen vor neugierigen Blicken und verbergen nicht so attraktive Gartenbereiche. Kletterpflanzen bieten auch Schutz vor Wind, binden Staub und dämpfen Lärm.