Die Vorteile einer Arbeitsinsel in der Raummitte liegen auf der Hand:
Kurze Wege, zusätzliche Arbeits- und von allen Seiten bequem
erreichbare Abstellflächen. So können hier auch zwei oder
mehr Leute perfekt zusammenarbeiten, ohne sich in die Quere zu kommen.
Dass bei der Planung genau wie in einer herkömmlichen wandorientierten
Kücheneinrichtung auf den ungehinderten Arbeitsfluss geachtet
werden muss, versteht sich von selbst. So sollte der Kühlschrank
zentral von allen Arbeitsplätzen aus erreichbar sein, genau wie
die direkte räumliche Verbindung von Vorbereitungsplatz und Kochzentrum
nicht unterbrochen sein sollte.
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Kontrastreich präsentieren sich
hier die dunklen Küchenmöbel
und die helle Küche mit Insel-
lösung.
Bild: Poggenpohl
Soll die Insel mit Kochmulde, Grill oder Spüle ausgestattet werden,
sind größere Umbauten nicht zu umgehen. So benötigt
der Herd eine Drehstromleitung, und der Dunstabzug muss entsprechend
verlegt werden. Die Spüle braucht einen Wasserzu- und -ablauf.
In beiden Fällen wird zumindest ein neuer Bodenbelag fällig.
Im Rahmen einer umfangreichen Küchenerneuerung fallen diese Arbeiten
natürlich kaum ins Gewicht. Den Traum von der Kücheninsel
kann man sich aber selbst dann erfüllen, wenn kein großer
Umbau geplant ist und man seine vorhandene Küche eigentlich nur
optimieren möchte, denn eine Insel als zusätzliche Arbeitsfläche
ohne Koch- oder Spülfunktion kann man jederzeit auch nachträglich
in einer vorhandenen Küche einbauen. Gibt es die vorhandenen
Küchenfronten noch, kann man die Insel natürlich passend
zur Küche gestalten. Aber auch mit andersfarbigen Fronten lassen
sich ansprechende Gestaltungsideen verwirklichen. Holz-, Glas- oder
Metallfronten passen zu praktisch allen Küchenmöbeln. Auch
mit dem Einsatz einer Kontrastfarbe lässt sich eine Kücheninsel
attraktiv gestalten. Zu weißen oder grauen Fronten passt ohnehin
praktisch jede Farbe und jedes Material.
Die Arbeitsplatte der Insel kann, muss aber nicht passend zu den übrigen
Arbeitsflächen gewählt werden. Schön und wertvoll ist
auch eine Ergänzung in Naturstein, zum Beispiel Granit. Aber
auch Massivholz, Edelstahl, Keramik oder Mineralwerkstoff bieten sich
an.