Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie sich auch über zukünftig benötigte
Hausinstallationen, wie Schalter und Steckdosen oder Wasseranschlüsse
im Klaren sein. Mit einem Lochschneidevorsatz für die Bohrmaschine
können Sie die erforderlichen Öffnungen in die Platten schneiden.
In Baumärkten sind für Elektroinstallationen spezielle Hohlwanddosen
(meist aus orangefarbenem Kunststoff) erhältlich, die sich mit Schrauben
in der Platte verankern lassen. Für alle Installationsarbeiten erweist
sich die offene Ständer-Unterkonstruktion ebenfalls als sehr praktisch,
denn hier lassen sich nicht nur Dämmmaterialien, sondern auch der
gesamte "Kabelsalat" und Rohre vor dem Verschließen der Wand unterbringen.
Verlegen Sie alle Kabelverbindungen zwischen Steckdosen, Schaltern
und Abzweigdosen unbedingt waage- oder lotrecht, um später ein versehentliches
Anbohren der Leitungen durch die Wände zu vermeiden. Eine kleine Zeichnung
der Verlegearbeiten ist auch für die Zukunft sehr hilfreich.
Verschrauben Sie die Platten an der Rahmenkonstruktion in den Abständen,
die die Hersteller Ihnen vorschreiben. Dabei müssen Sie unbedingt
phosphatierte (Schnellbau-)Schrauben benutzen; sie sind an der mattschwarzen
Oberfläche zu erkennen. Gewöhnliche Stahlschrauben würden mit dem
Gipsmaterial sofort chemisch reagieren und selbst in Innenräumen rosten.
Natürlich dürfen die Schraubenköpfe nach der Plattenmontage keinesfalls
über die Oberfläche herausragen. Alle entstandenen Fugen sollten Sie
leicht "anfasen", sodass sich ein trichterförmiger Schlitz ergibt.
Dazu eignet sich ein handelsüblicher Meißel, den Sie von Hand leicht
durch die Fuge ziehen. Diese Arbeit entfällt bei Trockenbauplatten,
die bereits werkseitig eine solche Fase aufweisen.
Sämtliche Fugen, Wandanschlüsse und Schraubenlöcher werden im nächsten
Arbeitsgang mit Spezialspachtel sorgfältig verschlossen und egalisiert.
Für eine perfekte Oberfläche sind meist zwei oder drei Spachtelgänge
und in jedem Fall ein Endschliff nötig. Da bei Verwendung eines Schwingschleifers
größere Feinstaubmengen anfallen, sollte dieser möglichst über eine
Staubabsaugung verfügen, zusätzlich ist eine Atemschutzmaske zu tragen.